"Aussteller sollten ihren Messeauftritt überdenken": Kritik am Konzept der CeBIT 2007
zuletzt aktualisiert: 07.03.2007 - 11:29Hamburg (RPO). Kein klarer Business-Fokus, zu wenig Fachpublikum und zu hohe Preise - so lauten die Vorwürfe der Kritiker am Messe-Konzept der diesjährigen CeBIT. Doch auch viele Aussteller präsentieren ihre Produkte und Lösungen an den Bedürfnissen der Business-Kunden vorbei.
Diese Ansicht vertritt Wafa Moussavi-Amin, General Manager Central Europe IDC, Anbieter von Marktinformationen, Beratungsdienstleistungen und Veranstaltungen auf den Gebieten der IT und Telekommunikation, in einem Interview mit dem IT-Wirtschaftsmagazin "CIO" (Ausgabe 3/2007).
"Wenn Anbieter auf einer Geschäftsmesse Produkte wie im Schaufenster ausstellen, dann dürfen sie sich nicht wundern, dass sie eher Konsumenten als Unternehmenskunden anlocken und wenig Erfolg haben", so Moussavi-Amin. Dies könne dazu führen, dass Unternehmen die Messebeteiligung generell in Frage stellen.
Doch nach Ansicht des IDC-Managers wäre es besser, den Messeauftritt zu überdenken. Auf der CeBIT sollten "weniger die freundlichen Hostessen dominieren, sondern Fachleute, die Geschäftsleute wirklich beraten können."
Gerade mit Blick auf die Vielfalt und Vergleichbarkeit von Produkten sieht Moussavi-Amin die CeBIT gegenüber unternehmenseigenen Hausmessen klar im Vorteil. "Man kann von Anwendern nicht erwarten, dass sie das ganze Jahr über die Veranstaltungen ihrer verschiedenen Lieferanten besuchen. Die Notwendigkeit einer großen zentralen Messe besteht nach wie vor."
Allerdings solle sich die CeBIT mehr darum bemühen, "als internationale und nicht als regionale Messe zu gelten". Damit intensive Gespräche im Rummel der CeBIT nicht untergehen, empfiehlt Moussavi-Amin den Ausstellungsmachern im "CIO"-Interview den Lärmpegel runterzufahren und "weniger lautstarkes Show-Programm" zu veranstalten.
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