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Hinweise auf Virus-Bastler: Microsoft verspricht 250.000 Dollar Kopfgeld

zuletzt aktualisiert: 13.02.2009 - 14:02

San Francisco (RPO). Computer-Nutzer mussten sich in den vergangenen Monaten mit dem Virus Conficker herumärgern. Jetzt will Microsoft dem ein Ende setzten – mit einem Kopfgeld auf den Viren-Bastler.

Der Konzern versprach am Donnerstag 250.000 Dollar (rund 194. 000 Euro) Belohnung, wenn die Virus-Tüftler durch die Hinweise aufgespürt und dingfest gemacht werden können.

Conficker hat sich rasend schnell in Millionen von Computern weltweit ausgebreitet. Zugleich kündigte Microsoft an, zusammen mit Unternehmen für Datensicherheit wie Symantec, F-Secure oder Verisign gegen die Virusplage anzugehen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte bereits im Januar vor dem Virus gewarnt. Über die Urheber und ihre Motive sei nichts bekannt, sagte BSI-Experte Thomas Hummenberg im NDR. Zweifelsohne sei "Conficker" gefährlich: "Der Wurm setzt Sicherheitssysteme von Microsoft Windows außer Kraft." Damit werde beispielsweise die Aktualisierung von Virenschutzprogrammen verhindert. "Wenn der Wurm in Firmennetzwerke eindringt und sich dort rasant verbreitet, kann es sehr schnell zu Arbeitsausfällen kommen", warnte der BSI-Experte.

Er riet zu erhöhter Vorsicht beim Einsatz von Wechseldatenträgern wie USB-Sticks. Beim Anschließen eines Datenträgers wird laut BSI durch die Autorun-Funktion automatisch das darauf befindliche Schadprogramm gestartet und installiert. "An diesem Wurm zeigt sich, dass auch alte Maschen - Verbreitung von Schadsoftware durch Wechsel-Medien – heutzutage immer noch erfolgreich sind", erklärte das Bundesamt.

"Wer seinen USB-Stick an einem fremden Rechner angeschlossen hat, zum Beispiel in einem Internet-Cafe, sollte ihn vor einer Nutzung am heimischen Computer überprüfen", riet Hummenberg. Um den Wurm und eventuell andere Viren von einem bereits befallenen Rechner zu entfernen, gebe es aber nur eine sichere Möglichkeit: "Wir vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfehlen grundsätzlich bei Infektionen, den Rechner neu zu installieren."

Quelle: AFP

 
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