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Vorsicht bei Schnäppchen: Notebook-Reparaturservice im Test

zuletzt aktualisiert: 27.11.2003 - 17:00

Hannover (rpo). Notebook-Besitzer sind viel stärker abhängig vom Service des Herstellers als Benutzer von Desktop-PCs. Beim Kauf eines Notebooks sollte man deshalb auch die möglichen Folgekosten für Reparaturen bedenken, so das Computermagazin "c't" in seiner aktuellen Ausgabe.

Der Administrator von 20 Notebooks in einem Forschungsinstitut wollte einfach nur eine defekte Tastatur austauschen und staunte nicht schlecht, als der Hersteller die Lieferung des Ersatzteils verweigerte.

Er musste das Gerät einschicken und bekam es erst nach sechs Wochen und Zahlung von 143 Euro zurück. Notebooks dieser Marke will er künftig nicht mehr ordern.

380 Euro für den Ersatz eines Federchens

Ein anderer Notebook-Besitzer sollte 380 Euro für den Ersatz eines Federchens hinblättern, das die Akkuluke zuhält und verhindert, dass beim Anheben der Akku herausfällt. Er lehnte dankend ab und verschließt die Luke seither mit Klebeband.

Das sind keine Ausnahmefälle, sondern Teile eines Bildes, das sich aus einer Online-Umfrage von "c't" ergibt. Sie repräsentiert die Reparatur-Erfahrungen der Notebook-Besitzer zwar nicht quantitativ, macht sie aber im Rahmen der Umfrage vergleichbar.

Besonders selten wandten sich Besitzer von Notebooks der Marken Acer, Apple, Fujitsu-Siemens und IBM wegen eines Defekts an den Händler oder Hersteller. Überdurchschnittlich oft benötigten die Kunden von Gericom und HP Hilfe.

Was die Zufriedenheit mit dem Reparaturservice betrifft, liegen IBM und Apple ganz vorne, während Sony und Gericom abgeschlagen auf den letzten Plätzen landeten.

Reparaturkosten übersteigen oft Zeitwert des Notebooks

Notebooks sind im mobilen Einsatz besonderen Belastungen ausgesetzt. Wenn etwas kaputt geht, handelt es sich meistens um ein Spezialteil, das nur der Hersteller vorrätig hat.

Triviale Defekte, wie der Bruch eines Deckelscharniers oder der Verlust einer Tastenkappe, verursachen oft Reparaturkosten, die den Zeitwert des Notebooks überschreiten. Das ist auf die Politik der Hersteller zurückzuführen, die keine Ersatzteile verkaufen, sondern selbst Trivialreparaturen nur zu hohen Pauschalpreisen vornehmen.

Bei vermeintlichen Schnäppchenangeboten sollte man nicht vorschnell zugreifen. "Nach einer Reparatur zeigt sich zumeist, dass man mit dem Aufpreis für eine erweiterte Garantie und für ein robusteres Gerät besser gefahren wäre als mit der Ersparnis beim Einkaufspreis", erläutert "c't"-Redakteur Jörg Wester.


 
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