509,5 Millionen Euro gezahlt: Patentstreit in US-Softwarebranche beigelegt
zuletzt aktualisiert: 04.03.2006 - 13:59New York (rpo). Gegen die Zahlung von 612,5 Millionen Dollar, umgerechnet 509,5 Millionen Euro, ist ein Patentstreit in der amerikanischen Software-Branche beigelegt worden. Seit 2004 stritten sich der E-Mail-Spezialist und Hersteller der Blackberry-Geräte, Research in Motion (RIM) und das Unternehmen NTP um Patentrechte.
RIM hatte eine Erfindung des 2004 verstorbenen Mitbegründers von NTP, Thomas Campana, genutzt, um E-Mails zwischen PCs und drahtlosen mobilen Geräten zu übertragen.
Beide Firmen teilten am Freitag mit, es handele sich um eine endgültige Lösung, mit der alle Ansprüche abgegolten seien. Die Aktien von RIM stiegen nach Bekanntgabe der Einigung an der New Yorker Börse um 19 Prozent auf 85,70 Dollar. Bei der Anhörung zuvor hatte Richter James Spencer deutlich gemacht, dass er allmählich die Geduld mit RIM verliere. Ein Patentanwalt, Rod Thompson sagte, sein Drängen habe Wirkung gezeigt.
Laut Thompson liegt die Einigung am unteren Rand der Erwartungen. So müsse RIM NTP künftig keine Gebühren zahlen. Es sei auch für möglich gehalten worden, dass NTP einen Aktienanteil an RIM zugesprochen bekomme.
NTP hatte (RIM) wegen der Verletzung von Patentrechten verklagt. Wegen des Rechtsstreits drohte eine Schließung des E-Mail-Dienstes, der die elektronischen Botschaften im "Push-Verfahren" direkt auf mobile Geräte überträgt. Der Blackberry-Dienst wird bislang vor allem von Managern und hohen Beamten genutzt.
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