Lehrer-Umfrage: PCs an Schulen veraltet und schlecht gepflegt
zuletzt aktualisiert: 09.05.2011 - 11:33Berlin (RPO). Lehrer lehnen Computer und Internet im Unterricht keineswegs ab, finden in den Schulen aber oft schlechte Voraussetzungen vor. Das ergab eine am Montag vorgestellte Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom.
Laut der neuen Studie beurteilen 77 Prozent der Lehrer die Nutzung digitaler Medien in den Klassen positiv. Allerdings fordern demnach 88 Prozent eine bessere technische Ausstattung der Schulen mit Computern, schnellen Internetzugängen und digitalen Lernmaterialien.
"Die Lehrer sind keine Technikverweigerer, aber veraltete oder schlecht gepflegte Geräte und fehlende didaktische Konzepte machen ihnen das Leben schwer", erklärte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.
Laut der repräsentativen Umfrage hat nur die Hälfte der Lehrer in den vergangenen drei Jahren an einer IT-Weiterbildung teilgenommen. Neun von zehn Lehrern (88 Prozent) fordern demnach, dass sie besser für den Medieneinsatz geschult werden.
Im Unterricht spielen Computer und Internet noch immer eine vergleichsweise kleine Rolle. Nur knapp ein Viertel (23 Prozent) der Lehrkräfte setzt Computer täglich oder mehrmals wöchentlich ein. Dagegen nutzen 40 Prozent der Befragten den Computer weniger als einmal pro Woche.
Die Pädagogen halten aber den Einsatz durchaus für sinnvoll. So geben 79 Prozent der befragten Lehrer an, dass ihre Schüler schneller lernen, wenn sie im Unterricht mit Computer und Internet arbeiten. Drei Viertel beobachten, dass die Schüler durch den Medieneinsatz motivierter sind.
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