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Alternativen: PDA oder Notebook?

zuletzt aktualisiert: 18.07.2005 - 12:00

München/Langen (rpo). Im Vergleich zum heimischen oder Büro-PC wirkt ein Notebook klein und handlich. Verglichen mit einem PDA kommt einem das Notebook dann allerdings wie ein Schrankkoffer neben einer kleinen Reisetasche vor: Zwar bekommt man alle unter, doch zum Reisen ist es eher ungeeignet. Was soll ich mir also kaufen, fragen sich nicht wenige Verbraucher.

Können PDAs ein Notebook ersetzen? Deutlich einfacher zu transportieren sind sie in jedem Fall.  Foto: Jens Schierenbeck, gms
Können PDAs ein Notebook ersetzen? Deutlich einfacher zu transportieren sind sie in jedem Fall. Foto: Jens Schierenbeck, gms

Soll man sich einen der immer günstigeren PDAs statt eines Notebooks kaufen? Das ist aber nur in Ausnahmen sinnvoll. "Ein PDA ist grundsätzlich dazu da, den Alltag zu organisieren", erklärt Wolfgang Weiß, Marketingmanager Zentraleuropa beim Hersteller PalmOne.

Die ursprüngliche Aufgabe von PDAs ist es, Adressen vorzuhalten und seinen Besitzer an Termine zu erinnern. So erklärt sich der Name: PDA steht für Personal Digital Assistant. Es genügt, die Daten auf dem PC zu verwalten. Per USB-Kabel oder drahtlos via Infrarot, Bluetooth oder WLAN werden die Daten dann auf das mobile Endgerät gebracht und automatisch abgeglichen.

Immer schnellere Chips

PDAs bekommen wie PCs immer schnellere Chips und immer mehr Speicher. Farb-Displays mit hoher Auflösung machen den PDA außerdem zum tragbaren, digitalen Fotoalbum. Dank WLAN kommt man mit dem PDA auch drahtlos ins Internet.

Aktuelle Vertreter dieser Gattung von Super-PDAs sind zum Beispiel der n50 von Acer, der iPAQ hx4700 von Hewlett-Packard, der Axim X50v von Dell oder der Pocket Loox 420 von Fujitsu Siemens. Der LifeDrive von PalmOne besitzt sogar eine Vier-Gigabyte-Festplatte und wird als Notebook-Alternative beworben.

Allerdings sind sich die Experten einig, dass PDAs Notebooks nicht ersetzen werden. Die Zahlen geben ihnen recht: Im Jahr 2003 wurden in Deutschland 1,16 Millionen Notebooks verkauft, in diesem Jahr sollen es 1,61 Millionen sein, so die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in Frankfurt/Mqin. Im gleichen Zeitraum stieg der Absatz von PDAs hier zu Lande von 351.000 auf voraussichtlich 800.000 in diesem Jahr.

"Eine Quälerei"

Mit dem PDA lassen sich Dokumente meist gut lesen, so Bernd Theiss von der in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift "Connect". "Das Bearbeiten von Office-Dateien ist jedoch bisweilen eine Quälerei." Anders als mit dem PDA könne man mit dem Notebook richtig arbeiten, sagt André Tegtmeier, Product Manager Mobile Computing beim Hersteller Acer Computer in Ahrensburg (Schleswig-Holstein). Das liegt am größeren Display sowie an der Tastatur, die beim PDA höchstens als klappbares Zubehör vorhanden ist.

Ein PDA ist laut Tegtmeier dagegen von Vorteil, wenn es um schnellen Datenzugriff geht. Anders als ein Notebook fährt ein PDA nicht lange hoch. "Da genügt ein Knopfdruck", sagt Theiss. Für den PDA spricht auch, dass er wie ein Notebook E-Mails problemlos senden und empfangen kann.

PDA an den Beamer

"Letztlich kommt es darauf an, wie anspruchsvoll meine Anwendungen sind", erläutert Christoph Kaub, Product Marketing Manager bei Dell in Langen. Wer zum Beispiel in einer Geschäftsbesprechung eine Tabelle präsentieren will, fährt laut Kaub mit einem Notebook besser. Aber auch manche PDAs können mit bestimmten Beamern verbunden werden. "Da muss ich eben sehen, ob sich meine Anforderungen mit dem PDA technisch umsetzen lassen."

Auch als tragbare Audio- und Videoplayer eignen sich PDAs gut, sagt Bernd Theiss von "Connect". Allerdings lassen sich keine DVDs einlegen. "Die Filme müssen zuvor auf dem PC - oder Notebook - in ein spezielles Format umgewandelt werden."

Quelle: gms

 
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