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Reaktionen der Hersteller: Problemfall Notebook-Akkus

zuletzt aktualisiert: 20.01.2006 - 11:43

München (rpo). Die Akkulaufzeit ist ein entscheidendes Kaufkriterium bei Notebooks. Doch vollmundig propagierte Akkulaufzeiten von bis zu acht Stunden bei Notebooks werden in der Praxis nur anfangs erreicht. Die Lithium-Ionen-Kraftzellen sind oft schon nach einem halben Jahr unbrauchbar

Mit einer neuen  Foto: ddp, ddp
Mit einer neuen Foto: ddp, ddp

Das berichtet das Webzine "tecCHANNEL". Der Grund: Ständiges Auf- und Entladen sowie hohe Betriebstemperaturen bereiten Lithium-Ionen-Akkus einen schnellen Tod. Im ungünstigsten Fall sind die Energiezellen bereits nach einem halben Jahr nicht mehr zu gebrauchen.

Das Webzine berichtete bereits am 23. September 2005 über die Akku-Problematik und hat in der Zwischenzeit die Hersteller zur Rede gestellt. Das Fazit: Die Verantwortlichen reagierten nur zögerlich oder konnten selbst nach drei Monaten keine qualifizierte Stellungnahme abgeben.

So schickten Dell und Toshiba erst nach etwa zweieinhalb Monaten entsprechende Auskünfte. Fujitsu Siemens benötigte für die Beantwortung der Fragen knapp zwei Wochen. IBM-Lenovo reagierte mit nur fünf Tagen am schnellsten. Hewlett-Packard und Sony konnten selbst nach mehr als drei Monaten keinen Experten zu diesem Thema finden. Auch Samsungs Akkuspezialisten schweigen seit über fünf Wochen.

Die "tecCHANNEL"-Experten fassen die Herstellerreaktionen wie folgt zusammen:

1. Keiner der befragten Hersteller druckt das Herstellungsdatum oder den Hersteller der Akkuzellen auf den Akkupack auf. Somit fehlen dem Käufer beim Erwerb des Akkus wichtige Informationen zur Haltbarkeit und Qualitätsbeurteilung.

2. Die Mehrheit der befragten Hersteller betrachtet die im täglichen Betrieb häufigen kurzen Auf- und Entladungen der Akkus als negativ für die Akkulebensdauer, nimmt diesen Sachverhalt aber verharmlosend oder ausweichend in Kauf.

3. Die meisten Hersteller spielen die problematische Auswirkung von hohen Temperaturen auf die Akkulauf- und lebensdauer herunter. Die Experten von "tecCHANNEL" untersuchten deshalb drei Geräte im normalen Betrieb. Ergebnis: In keinem Fall wurden die Idealwerte eingehalten.

4. Den Herstellern ist die Akku-Problematik durchaus bewusst. Daher gewähren Sie auf die Energiezellen selten mehr als sechs bis zwölf Monate Garantie, während die für das eigentliche Gerät häufig zwei bis drei Jahre beträgt.

Quelle: gms

 
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