"Wildlife Photographer of the Year": Sieger soll sein Foto gefälscht haben
zuletzt aktualisiert: 22.12.2009 - 08:47Düsseldorf (RPO). Der Wettbewerb "Wildlife Photographer of the Year", ausgelobt vom britischen Naturkundemuseum, ist der größte und meist beachtete seiner Art. In diesem Jahr gewann der spanische Fotograf Jose Luis Rodriguez den Preis. Jetzt der schlimme Verdacht: Sein Foto des seltenen Iberischen Wolfs ist gefälscht.
Die Aufnahme ging um die Welt. Ein prachtvolles Exemplar des nur sehr selten gesichteten Iberischen Wolfs springt über einen Holzzaun, die Vorderläufe angewinkelt, den Blick auf ein vermeintliches Mahl auf der Weide gerichtet.
Jose Luis Rodriguez hatte erklärt, er habe einen Bauer gefunden, der einen wilden Wolf auf seinem Land geduldet und ein Stück Fleisch als Köder in der Nähe des Zauns platziert habe.
Jetzt soll den Veranstaltern des Wettbewerbs zu Ohren gekommen sein, dass es sich um einen zahmen Wolf gehandelt habe, der normalerweise in Gefangenschaft gehalten werde. Das schreibt die britische Tageszeitung "Daily Mail". Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, würde Rodriguez der Preis aberkannt.
Die Wettbewerbsregeln schreiben vor, dass auf den Aufnahmen nur wilde Tiere zu sehen sein dürfen. Dort heißt es, dass Fotos von gefangenen Tieren besonders gekennzeichnet werden müssen. Die Jury würde Fotos von frei lebenden Tieren bevorzugt auswählen.
Die Vorwürfe wurde zuerst auf der Website des finnischen Wildlife-Magazins "Suomen Luonto" laut. Jurymitglied Rosamund Kidman Cox bestätigte gegenüber dem Magazin, dass es Ermittlungen gegeben habe.
Rodriguez hat sich kurz zu den Vorwürfen geäußert: Er bestreitet energisch, irgendetwas Falsches getan oder die Wettbewerbsregeln gebrochen zu haben.
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