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Automaten-Verkauf
Snapchats Kamera-Sonnenbrille kommt nach Deutschland

"Spectacles" - Snapchats Kamera-Sonnenbrille
"Spectacles" - Snapchats Kamera-Sonnenbrille FOTO: dpa, gfh
Düsseldorf. In den USA ist sie schon seit vergangenem Herbst zu kaufen, nun soll die Snapchat-Kamerabrille bald auch in Deutschland erhältlich sein. Auch hier wird sie statt in Läden aus wandernden Automaten verkauft.

Die Kamera-Sonnenbrille zur populären Fotoapp Snapchat kommt nach Deutschland. Die Betreiberfirma Snap will das Gerät genauso wie im Heimatmarkt USA auch hier über gelbe Automaten verkaufen, die für kurze Zeit an verschiedenen Orten auftauchen.

Die "Spectacles"-Brille nimmt auf Knopfdruck bis zu zehn Sekunden lange Videos auf, die dann bei Snapchat hochgeladen werden können. Der Preis hierzulande liegt bei 149,99 Euro.

In den USA sind die Kamera-Brillen seit Herbst für 129,99 Dollar auf dem Markt. Zusätzlich zu den wandernden "Snapbot"-Automaten, deren nächster Standort 24 Stunden vorher im Internet angezeigt wird, gibt es auch drei langfristigere Pop-up-Stores in Kalifornien.

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Am Freitag tauchte ein Automat in Berlin am Kletterpark "MountMitte" auf. In Paris stand er an der Seine mit dem Eiffelturm im Rücken und in London vor dem Riesenrad London Eye.

Außerdem stand ein "Snapbot"-Automat am Hafen von Barcelona und in Italien passenderweise in Venedig - Snap hat seinen Sitz in Venice Beach bei Los Angeles.

Keine Datenschutzbedenken wie bei Google Glass

Snap nennt keine Absatzzahlen, aber die jüngsten Quartalsergebnisse legten nahe, dass im vergangenen Vierteljahr bis zu 60.000 davon verkauft wurden. Zugleich hieß es Anfang Mai, mit der Brille seien bisher fünf Millionen "Snaps" gemacht worden.

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Snapchat wurde mit seinen von allein verschwindenden Fotos in der App populär, will aber inzwischen als innovativer Kamera-Anbieter wahrgenommen werden.

Die Kamera der Brille nimmt die Umgebung in einem Winkel von 115 Grad auf, und das Format der Videos ist kreisrund, was das Sehfeld des menschlichen Auges nachahmen soll. Ein Licht an der Brille zeigt an, dass die Aufnahme läuft.

Die Clips werden danach per Bluetooth-Funk oder WLAN ans Smartphone übermittelt. Datenschutz-Bedenken angesichts der Funktion wurden in den USA im Gegensatz zur inzwischen eingestellten Datenbrille Google Glass nicht laut.

(csr/dpa)
 
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