Expertin fordert gesetzliche Regelungen: Spezielle Handytarife schützen nicht immer
zuletzt aktualisiert: 14.04.2005 - 12:10Mainz (rpo). Nach Ansicht der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz können speziell auf Jugendliche zugeschnittene Handy-Tarife das Problem zu hoher Handyrechnungen nicht lösen. Barbara Steinhöfel, die Telekommunikationsexpertin der Verbraucherschützer, fordert zum Schutz von Kindern und Jugendlichen deshalb "dringend gesetzliche Regelungen".
Hohe Kosten produzierten Jugendliche vor allem durch das Herunterladen von Logos und Klingeltönen über so genannte Premium-SMS und hier insbesondere durch den Abschluss von Abo-Verträgen. Die Anwahl dieser teuren Kurzwahldienste sei aber bei den neuen Tarifen nicht automatisch versagt und werde nur auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern gesperrt.
So genannte Teencards mit Spezialtarifen verwehrten aber den Zugang zu 0190er- und 0900er-Rufnummern, die Anwahl von teuren Sonderrufnummern mit der Vorwahl 0137 oder 0138 sowie zu 118er-Auskunftsdiensten. "Ebenfalls keine Verbindung gibt es zu kostenpflichtigen Informations- und Service-Nummern, etwa bestimmten vierstelligen Mobilfunk-Kurzwahlen."
Aber: "Kostenintensive Verbindungen wie internationale Gespräche, Gespräche im Ausland, Dienste wie MMS (Versand von Fotos oder kleinen Videosequenzen) und das mobile Internet sind hingegen möglich", kritisiert die Verbraucherzentrale.
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