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Medion E85032
Steckdosenradio - Quadratisch. Praktisch. Gut?

Das Steckdosen-Internetradio von Medion im Test
Das Steckdosen-Internetradio von Medion im Test FOTO: Christoph Schroeter
Düsseldorf. Medion hat jetzt ein Radio im Angebot, das einfach in die nächstbeste Steckdose gesteckt wird und per WLAN Zugriff auf Tausende Internetsender und die heimische Musikbibliothek hat. Zudem hat es einen abnehmbaren Bluetooth-Lautsprecher. Wir haben es getestet. Von Christoph Schroeter

Bad, Terrasse, Keller, Garage - oft würde man gerade an solchen Orten gerne Musik hören, wo leider keine Musikanlage steht. Mit dem neuen Steckdosenradio Medion E85032 und einer Steckdose, die sich im Bereich des eines WLANs befindet, gehört dieses Problem nun der Vergangenheit an.

Das Auspacken des Gerätes dauert deutlich länger, als der eigentliche Anschluss: in die Steckdose, fertig. Beim Eingeben des WLAN-Passwortes wird es dann ein wenig kniffelig. Mit zwei Tasten auf der Vorderseite navigiert man vor und zurück, mit einer Wippe an der rechten Seite wählt man die Buchstaben aus. Bestätigt wird dann wieder auf der Vorderseite mit einem weiteren Knopf.

Das beim ersten Mal korrekt hinzubekommen, ist fast unmöglich. Aber glücklicherweise muss man das Passwort pro WLAN ja nur einmal eingeben.

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Steht die Verbindung, hat man Zugriff auf, laut Hersteller, 15.000 Internetradiosender und Podcasts aus aller Welt. Sucht man einen bestimmten Sender (im Test Antenne Düsseldorf), kann man hoffen, dass er in einer der Listen im Gerät steht ("Pop", "News", "Lokal"...) oder man darf wieder die fummelige Buchstabeneingabe für die Suche bemühen. BTW: Antenne Düsseldorf stand natürlich in keiner der Listen.

Ist der passende Sender einmal gefunden, kommt aus dem quadratischen Lautsprecher zwar kein Hifi-Klang, aber für die Größe eine durchaus passable Geräuschkulisse.

Lautsprecher kann im Raum versetzt werden

Apropos Lautsprecher: Der hängt per Magnet befestigt unter der Radioeinheit und kann einfach abgezogen und irgendwo im Raum platziert werden. Genauso problemlos kann er wieder unter das Gerät gehängt werden. Dort wird er dann auch automatisch geladen. Das ist wirklich sehr praktisch gelöst worden.

Fotos: Neues aus der Smartphone-Welt FOTO: dpa, tsn

Möchte man kein Radio hören, lassen sich andere Geräte im Netzwerk per DLNA oder UPnP ansteuern. So kann etwa die auf einem Netzlaufwerk gespeicherte Musik über das Medion-Radio abgespielt werden.

Über eine App lässt sich das Steckdosen-Internetradio bequem über das Smartphone oder Tablet steuern. Mithilfe der App kann auch Musik vom Smartphone übers WLAN auf den Lautsprecher gestreamt werden.

Etwas kurios mutet die Lautstärkereglung an: Sowohl an der Radioeinheit, als auch an dem Bluetootheinheit findet man eine entsprechende Wippe. Das führt zu unnötig viel Herumgedrücke. Vielleicht hätte sich Medion auf die Tasten am Lautsprecher beschränken sollen.

Im Test kam es immer mal wieder zu Verbindungsabbrüchen, ohne dass sich dafür ein Muster finden ließ. Manchmal lief die Musik nach wenigen Minuten wieder, ab und an half aber auch nur ein Neustart, um das Medion E85032 wieder ins Netzwerk zu hieven.

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Das 2,4 Zoll große Display stellt Inhalte wahlweise schwarz-weiß oder in Farbe dar. Im Stand-by zeigt das Medion E85032 auf Wunsch den aktuellen Wetterbericht an oder verrät, wie sich die Aktienmärkte entwickeln.

Fazit: Das Medion E85032 ist ein durchdachtes Gerät. Es lässt sich schnell im Haus in jede Steckdose stecken und spielt sofort die Wunschmusik ab - WLAN vorausgesetzt. Der abnehmbare Lautsprecher ist ein pfiffiges Extra. Die Bedienung ist teilweise etwas hakelig. Zum Start kostete das Radio mit 120 Euro etwas zu viel für das Gebotene. Mittlerweile hat Medion den Preis in seinem Shop auf 99 Euro gesenkt.

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