Abstürze und Datenverlust möglich: Test: Notebooks haben ein Speicher-Problem
zuletzt aktualisiert: 07.07.2004 - 07:56Berlin (rpo). Fehlerhafte Speicherbausteine können offenbar bei zahlreichen Notebooks zu Abstürzen und Datenverlusten führen. Allein 900.000 Notebooks der Hersteller HP und Compaq seien von diesem Problem betroffen, berichtet die Stiftung Warentest im Internet.
Wahrscheinlich trete der Fehler auch bei anderen Notebooks mit Pentium-IV- und Pentium-M-Prozessoren und bestimmten Intel-Chipsätzen (845MP, 845MZ, 852PM, 852GME und 855PM) auf. Offizielle Hersteller-Informationen gebe es bisher jedoch allein von HP und Compaq.
Das Problem ist dem Bericht nach ein defekter Schaltkreis in 128, 256 und 512 Megabyte-Speichermodulen von Infineon, Samsung, Winbond und Micron, die zwischen März 2002 und Juli 2003 hergestellt wurden. Unter bestimmten Umständen komme es deshalb zu Abstürzen. Datenverluste seien möglich. Betroffen sind unter HP- und Compaq-Notebooks: Compaq Evo N610c, N610v, N620c,N800c, N800v, N800w, N1000c und N1000v, Compaq Presario 1500, 2800, x1000 und x1200 sowie HP Compaq Business Notebook nx7000 und HP Pavilion zt3000.
HP bittet Kunden, ein Diagnoseprogramm aus dem Internet herunterzuladen. Wenn das Programm auf Probleme stößt, könnten Kunden fehlerfreien Speicher ordern. Den Austausch sollen die Kunden selbst vornehmen. Wer auf Nummer sicher gehen will und sich selbst nicht zutraut, den Speicher zu tauschen, könne sich auf das gesetzliche Gewährleistungsrecht berufen. Ansprechpartner sei dann der Verkäufer. Er müsse dafür sorgen, dass der Käufer nachträglich ein fehlerfreies Notebook bekommt.
Höchstwahrscheinlich seien von dem Speicherproblem auch andere Geräte betroffen, in denen die gleichen Prozessoren und Chipsätze zum Einsatz kommen, berichtet die Stiftung weiter. Anwender mit einem Notebook, in dem die betroffene Prozessor-/Chipsatz-Kombinationen eingesetzt ist, und das häufig abstürzt, sollten den Speicher austauschen.
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