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Mehr als ein Mobilrechner: Tipps zum Notebook-Kauf

zuletzt aktualisiert: 14.11.2005 - 13:53

Aachen/München (rpo). Ob Einsteiger, Multimediafans oder Geschäftsleute - Notebooks gibt es inzwischen für alle Zielgruppen. Beim Kauf eines solchen Gerätes kann man viel richtig, aber auch alles falsch machen. Daher der wichtigste Tipps vorab: "Vor dem Kauf sollte der Kunde sich im Klaren darüber sein, wofür er das Notebook nutzen möchte."

Das rät Martin Kunath, technischer Leiter des Internetportals "Computerhilfen.de" in Aachen. Geschäftsleute, die ihre Kleinen im Flugzeug oder in der Bahn aufklappen, schätzen ultraleichte Subnotebooks unter zwei Kilo. Alles, was darüber hinausgeht, bedeutet mehr Last als Lust.

Um Gewicht zu sparen, verzichten die Hersteller bei den Rechenzwergen auf einige Schnittstellen - was nicht weiter schlimm ist, denn für den Reisenden zählt neben Qualität und Zuverlässigkeit oft eher das Design. So verbergen sich hinter vielen Subnotebooks echte Schmuckkästchen. "Billige Plastikkisten werden aussterben", sagt Hartmut Woerrlein von Samsung in Schwalbach am Taunus.

"Im Außeneinsatz ist ein helles Display wichtig", empfiehlt Oliver Mann, Hardware-Redakteur bei "Chip Xonio Online" in München. Sonst sieht es mit dem Arbeiten im Freien düster aus, denn nichts nervt mehr als ein tagblindes Notebook. Mann empfiehlt zudem eine lange Akkulaufzeit von 3,5 bis 4 Stunden. Dabei gilt: Je mehr Power unter der Haube, desto kürzer fällt die Laufzeit aus.

Stromsparende Prozessoren

Da den Knirpsen viel Leistung abverlangt wird, sollte in ihnen ein schneller Prozessor werkeln, der nicht heiß läuft. Die Prozessor-Hersteller AMD und Intel bieten mit den Modellen Turion und Centrino speziell angepasste Varianten an, erkennbar auch an dem Zusatz "M" oder "mobile". "Der Turion 64 verfügt über eine Stromsparfunktion", erklärt AMD-Sprecher Stephan Schwolow in München.

Dient der Klapprechner als Desktop-Ersatz, darf er ruhig etwas größer und schwerer sein. Das Mehr an Leistung und Ausstattung bedeutet aber auch weniger Mobilität. "Solche Geräte werden häufig in Supermärkten zu günstigen Preisen angeboten", sagt Kunath von "Computerhilfen.de". Die Akku-Laufzeit spielt bei diesen Modellen eine eher geringe Rolle. Dafür sollten sie reichlich mit Anschlüssen bestückt sein. So lassen sich auch ein externer Bildschirm, eine Tastatur, Maus oder auch eine Digitalkamera anschließen.

Empfehlenswerte Allrounder

Wer TV schauen will, sollte ein Modell mit eingebauter Fernsehfunktion und 16:9-Format wählen. Das extra breite Display eignet sich gut fürs Kinoschauen, da der schwarze Rand wegfällt. Beim Modell "Qosmio" von Toshiba erscheint die Flimmerkiste sogar auf Knopfdruck, ohne dass das Betriebssystem Windows gestartet werden muss. Es verfügt über einen DVB-T-TV-Tuner inklusive externer Antenne, so dass Anwender auch unterwegs fernsehen können. "Über die HDD/DVD-Rekorder-Funktion lassen sich Filme aufzeichnen und wiedergeben", sagt Gabriel Willigens von Toshiba in Neuss.

Wer sowohl mobil als auch zu Hause arbeiten will, liegt mit einem Notebook mit 15-Zoll-Monitor richtig. "In dieser Größenklasse finden sich empfehlenswerte Allrounder", sagt Oliver Mann. Sie kombinieren gute PC-Leistung mit den Vorzügen mobiler Rechner. Dafür kosten sie auch etwas mehr, im Schnitt etwa 1.500 Euro.

17-Zöller als PC-Ersatz

Notebooks mit 17-Zoll-Display konkurrieren mit dem klobigen Schreibtisch-PC. Mit 43 Zentimeter Bildschirmdiagonale eignen sie sich als 3D-Spielhölle und für großes Kino - vorausgesetzt im Inneren werkelt eine schnelle Grafikkarte. Die ATI Radion Mobility X600 oder Nvidias GeForce Go 6800 haben selbst mit aktuellen Spielen keine Probleme.

Trotz aller Vorteile haben Notebooks auch Schwächen. So erweist sich der Kleine oft als Krachmacher. "Da man meist dicht vor dem Notebook sitzt, nimmt man die Lüfter-Lautstärke viel eher wahr als bei einem PC, der unter dem Schreibtisch steht", sagt Kunath.

Technisch hinken die Mobilen ohnehin den Desktops hinterher. Der Grund liegt in einer langsameren 2,5-Zoll-Festplatte - statt 3,5-Zoll wie beim PC - und einer langsameren Grafikkarte. Hinzu kommt, dass Kunden für ein Highend-Notebook sehr tief in die Tasche greifen müssen. "Ein Notebook kostet etwa zwei- bis dreimal so viel wie ein vergleichbarer mittelstarker PC", sagt Kunath.

Auch in punkto Aufrüstungsmöglichkeiten hapert es. "Prozessor, Grafik, Display und Tastatur lassen sich nicht austauschen", zählt Kunath auf. Dies sei nur bei Festplatte, Arbeitsspeicher und dem DVD/CD-Laufwerk möglich. Der Experte rät Kunden deshalb schon vor dem Kauf zu testen, ob etwa die Tastatur einen angenehmen Anschlag hat.

Richtig teuer wird es, wenn der Tragbare mal defekt ist. Während kleinere Reparaturen bei einem Desktop-Rechner selbst von Laien bewältigt werden können, ist dies beim Notebook nicht möglich. "Das Öffnen des feinen Gehäuses sollte nur von einem Profi durchgeführt werden", sagt Kunath. Hinzu kommt, dass die Hersteller für Ersatzteile häufig kräftig zulangen.

Quelle: gms

 
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