Multimedia: Überall-Fernsehen und interaktives Handy-TV
zuletzt aktualisiert: 19.08.2005 - 12:55Berlin (rpo). Mobiles Digitalfernsehen ist derzeit ein heißer Trend. Hat sich das digitale Antennenfernsehen DVB-T bereits in vielen Regionen Deutschlands etabliert und ermöglicht dort TV-Genuss auf herkömmlichen Geräten in bester Qualität im Garten, am Strand oder wohin man seinen Fernseher auch immer schleppt - so richtig interessant wird mobiles TV erst, wenn man es auch auf dem Handy schauen kann.
Solch eine Grenzüberschreitungen zwischen Gerätearten, Medienplattformen und Techniken, mit einem Schlagwort gern Konvergenz genannt, dokumentiert die IFA in vielen Bereichen – besonders auch in der Kommunikationselektronik.
So gibt es auf der IFA schon Smartphones zu sehen, die mit einer drei Gigabyte großen Festplatte neben einer Fülle von Business-Daten auch riesige Musik- und Fotoarchive speichern. Einige Aussteller zeigen sogar Prototypen von Zukunfts-Handys, die fernsehähnliche Multimedia-Dienste empfangen können.
Verschiedene Techniken
Gleich mehrere Techniken kommen für die Übertragung in Frage: unter anderem ein DVB-H genanntes Übertragungsverfahren, das auf der Basis von DVB-T funktioniert und speziell für den Strom sparenden Empfang ausgelegt ist, und das System Digital Multimedia Broadcast (DMB), das auf der Basis des Digitalradios DAB entwickelt wurde. Beide Lösungen sollen bereits zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland für Handy-Fernsehen sorgen. Wie das funktioniert, kann man wiederum im Technisch-Wissenschaftlichen Forum anschauen.
Mobiles Digitalfernsehen ist aber vor allem auch ein spannendes Gegenwartsthema. Noch in diesem Jahr werden die Regionen Halle/Leipzig und Erfurt/Weimar auf das digitale Antennenfernsehen DVB-T umstellen. Damit wächst die technische Reichweite der digitalen Ausstrahlung auf 47 Millionen potentielle Fernseh-Zuschauer an.
Überwätigende Akzeptanz
Die Akzeptanz des terrestrischen Digitalfernsehens ist überwältigend; die Gründe dafür liegen auf der Hand: Bis zu 24 Programme sorgen für eine im analogen Antennenfernsehen undenkbare Programmvielfalt, die digitale Übertragung steht für ausgezeichnete Bildqualität, der mobile Empfang erlaubt den Fernsehgenuss auch unterwegs.
Die IFA 2005 zeigt anhand einer Fülle von Exponaten, dass auch die Empfangsgeräte für DVB-T immer attraktiver werden: Empfänger in winzigen USB-Sticks machen das Notebook zum komfortablen Fernseher, mobile LCD-Empfänger haben gleich noch ein DVD-Player-Laufwerk an Bord, DVD-Set-Top-Boxen erscheinen immer häufiger mit eingebauten Festplatten für zeitversetztes Fernsehen oder für Timer-Aufnahmen.
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