Top 10 der Datenretter: Verrückte Datenpannen: vom Himalaya bis zum WC
zuletzt aktualisiert: 23.11.2004 - 09:33Frankfurt/Main (rpo). Die zehn ausgefallensten Datenpannen hat das Böblinger Unternehmen Kroll Ontrack aus 30.000 eingegangenen Aufträgen zur Datenrettung zusammengestellt. Wie die Festplatte ins Gefrierfach kommt und Speicherkarten auf dem Himalaya verunglücken, ist dem Unternehmen jetzt kein Rätsel mehr.
1. Ein Kunde brachte eine Festplatte in einem tropfenden Plastikbeutel - er habe im Internet gelesen, dass man eine defekte Festplatte reparieren könne, indem man sie ins Gefrierfach lege.
2. Beim Aufräumen der Festplatte löschte ein Kunde genau diejenigen Verzeichnisse, die er eigentlich behalten wollte. Zuletzt leerte er noch den "Papierkorb" und startete dann die Defragmentierung der Festplatte.
3. Ein Notebook-Besitzer berichtet, dass sich sein Gerät nicht mehr starten lasse. Sein Neffe habe mit der Faust auf das Notebook geschlagen, weil das System so langsam gewesen sei.
4. Bei einer Expedition im Himalaya ließ der polnische Forscher Krystof Wielicki seine digitale Kamera fallen. In rund 6.000 Metern Höhe barg er die Bruchstücke der beschädigten Speicherkarte und bat um Rettung der Bilderdaten.
5. Einen ungünstigen Standort hatte der Buchhaltungscomputer einer Medizintechnikfirma: Bei einem Blitzeinschlag in der benachbarten Trafo-Station kam es zum Stromausfall und zum vollständigen Datenverlust. Zuvor hatte ein Mitarbeiter in mehrtägiger Arbeit 1.200 Rechnungseinträge eingegeben.
6. Hunderte von Baby-Fotos vermisste ein Elternpaar, dessen Computer von einem Virus heimgesucht wurde. Der PC-Hersteller empfahl eine Neuinstallation des Betriebssystems. Das befolgten die Eltern, vergaßen aber, vorher ihre persönlichen Daten zu sichern.
7. Auf der Baustelle eines Bürogebäudes wurde das Notebook mit den Konstruktionsplänen von einem herabfallenden Stahlträger getroffen.
8. Verärgert über ein immer wieder defektes Notebook warf ein Kunde seinen elektronischen Begleiter in die Toilette und drückte danach mehrmals auf die Spülung.
9. Eine Kundin legte ihr Notebook auf dem Autodach ab. Beim Ausparken fiel es herunter und wurde beim Wenden auch noch überrollt.
10. Platt gemacht wurde auch das Notebook eines Kunden, der erklärte, dass sein Gerät auf der Landebahn von einem Flugzeug überrollt worden sei. "Die Datenretter im Labor rätseln heute noch, wie so etwas passieren konnte", erklärte das Unternehmen.
Beruhigend: In 44 Prozent der Fälle gehen Daten wegen technischer Probleme verloren. Auf individuelle Bedienungsfehler lassen sich bei den Kunden des Unternehmens 32 Prozent zurückführen. Auf den nächsten Plätzen in der Rangliste der Ursachen von Datenverlusten folgen Fehler in Anwendungsprogrammen (14 Prozent), Computerviren (7 Prozent) und die berühmte höhere Gewalt wie ein Blitzschlag (3 Prozent).
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