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Amoklauf in Winnenden
Was ist "Counter-Strike"?

Winnenden trauert nach dem Amoklauf
Winnenden trauert nach dem Amoklauf FOTO: ddp

Seit seinem achten Lebensjahr soll sich der Amokläufer mit dem Computer-Spiel "Counter-Strike" auseinandergesetzt haben. Das Game hat Millionen Anhänger in aller Welt. Erstmals erschienen ist es 1999. Inklusive aller Varianten und Erweiterungen lagen die vom Hersteller Valve genannten Verkaufszahlen im November 2008 bei elf Millionen Spielen. Doch was ist "Counterstrike" eigentlich?

"Counter-Strike" bedeutet Gegenschlag. Das Spiel gehört zum Genre der so genannten Online-Taktik-Shooter. Inhalt des Spieles ist ein Gefecht zwischen Terroristen und einer Antiterroreinheit.

Durch Tötung der gegnerischen Spieler oder Erfüllung von Missionszielen erhält der Spieler Punkte sowie virtuelles Geld. Die Missionsziele sind etwa das Befreien von Geiseln oder das Legen einer Bombe.

Das Spiel basiert auf einzelnen Runden. Jeder Spieler kann von seinem virtuellen Geldkonto zu Anfang jeder Spielrunde Waffen und sonstige Ausrüstung kaufen. Eine Runde endet gewöhnlich nach einem bestimmten Zeitlimit, wenn die Missionsziele erfüllt wurden oder wenn eines der Teams getötet ist.

Im Mai 2002, wenige Wochen nach dem Amoklauf von Erfurt, entschied die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, dass "Counter-Strike" zwar für Kinder und jüngere Jugendliche nicht geeignet sei. Insgesamt sei es aber nicht so brutal, dass es auf den Index gesetzt werden müsse.

So sei es ein wesentlicher Bestandteil des Spiels, virtuelle menschliche Gegner zu töten. Allerdings sei bei diesen Szenen auf Effekthascherei verzichtet worden, sagte sie.

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