kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
panorama PC Festplatte tmn
  Foto: Kai Remmers, dpa-tmn
Kommentare ()

Wo sind die Gigabytes geblieben?: Wenn der PC die Festplatte schrumpft

zuletzt aktualisiert: 09.06.2009 - 07:39

Frankfurt/Main/Braunschweig (RPO). Auf der Packung sind 500 Gigabyte Speicherplatz angegeben, doch sobald die neue Festplatte an den Rechner angeschlossen ist, zeigt das System nur noch 465 Gigabyte an. "Wo ist der restliche Speicherplatz hin?", fragen sich immer wieder ratlose Käufer.

Die Antwort ist einfach und kompliziert zugleich: Die Differenz entsteht, weil Hersteller von Speichermedien und Betriebssystem-Entwickler den Speicherplatz auf unterschiedliche Art berechnen.

Je größer der Speicher, desto stärker fällt die Differenz ins Gewicht - bei einer Ein-Terabyte-Festplatte sind es schon zehn Prozent. Ein zusätzliches Ärgernis: Beim Formatieren des Datenträgers geht ein weiterer kleiner Teil des Speicherplatzes verloren.

Viele Verbraucher gehen davon aus, dass 1000 Byte ein Kilobyte und 1000 Kilobyte ein Megabyte sind. Schließlich sind 1000 Meter auch ein Kilometer und 1000 Gramm ein Kilogramm.

1000 oder 1024?

In der Informationstechnik wird jedoch anders gerechnet, sagt Gerhard Henninger, Referent für Multimedia-Normen bei der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) in Frankfurt am Main. "Computer arbeiten mit Zweier- statt mit Zehnerpotenzen, deshalb besteht ein Kilobyte genau genommen nicht aus 1000, sondern aus 1024 Byte."

   So wie Autohersteller die Größe des Hubraums normalerweise aufrunden, lassen auch viele Hersteller von Speichermedien - Festplatten, Flash-Speicher, DVDs, Blue-Ray-Discs und so weiter - ihre Produkte gerne etwas größer wirken. Das machen sie, indem sie die Größe in Zehner- statt in Zweierpotenzen angeben. Sie machen also 1000 Byte zu einem Kilobyte.

   Aus Sicht eines Computers ergeben aber 1024 Byte ein Kilobyte. Also bräuchte das Betriebssystem einige Kilobyte mehr, um auf jene Giga- oder Terabyte-Zahl zu kommen, die vom Hersteller angegeben wird.

"Der Einfachheit halber"

   Da der Unterschied zwischen 1000 und 1024 Byte nur 2,4 Prozent beträgt, fällt die Differenz im Kilobyte-Bereich noch nicht allzu sehr auf. Bei einem Megabyte macht der Unterschied zwischen den beiden Berechnungsmethoden aber bereits 4,9 Prozent aus, bei einem Gigabyte dann schon 7,4 Prozent.

   Wer sich Speichermedien in Terabyte-Größe anschafft, kann feststellen, dass die Angaben von Speicher-Hersteller und Betriebssystem um rund ein Zehntel differieren. "Es gibt keinen plausiblen technischen Grund, die Größe nicht technisch korrekt anzugeben. Möglicherweise machen die Hersteller das der Einfachheit halber", sagt Henninger.

   Um Verwirrung zu vermeiden, hat die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) mit Sitz in Genf im Jahr 1996 neue Bezeichnungen vorgeschlagen. Wird die Größe eines Speichermediums als Potenz zur Basis zehn angegeben, soll sie mit den gewohnten Namen bezeichnet werden, also Kilobyte (KB), Megabyte (MB), Gigabyte (GB), Terabyte (TB). Wird die Größe im Zweiersystem berechnet, soll als zweite Silbe ein "bi" für zwei stehen - also Kibibyte (KiB), Mebibyte (MiB), Gibibyte (GiB), Tebibyte (TiB) und so weiter.

Nicht durchgesetzt

   Diese Bezeichnungen haben sich aber - wie es in der Welt der Normung nicht selten vorkommt - im Alltag nicht durchsetzen können, sagt Hans Harcken, Experte für magnetische Datenträger bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Die Maßeinheiten-Verwirrung per Gesetz zu beenden, hält DKE-Referent Henninger für unnötig: "Wir haben schon genug Normen."

   Bei der Größe und den Preisen, zu denen Speichermedien heutzutage zu haben sind, sei die Differenz kein großes Thema mehr, sagt Benjamin Benz von der in Hannover erscheinenden Zeitschrift "c't".

Ob eine Terabyte-Festplatte, die zur Zeit um die 75 Euro kostet, nun 900 Gigabyte oder 1,02 Terabyte groß ist - "bis ich diese Platte voll habe, gibt's sowieso schon wieder eine neue, billigere." Benz rät Verbrauchern daher, sich nicht über Differenzen aufzuregen: "Wer eine Zwölfzimmerwohnung bezieht, beschwert sich ja auch nicht, wenn der Flur einen halben Quadratmeter kleiner ist als versprochen."

Quelle: tmn

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
"Ich versuche nicht, Steve Jobs zu ersetzen"

Erstes Großinterview des Apple-Chefs

"Ich versuche nicht, Jobs zu ersetzen"

Beim ersten großen Interview seit dem Amtsantritt gab Apple-Chef Tim Cook nur krümelweise neue Informationen preis. mehr 

Drei Mitarbeiter vor Ort

Facebook eröffnet Büro in Dubai

Das Internetunternehmen Facebook will mit der Eröffnung des ersten Büros in der arabischsprachigen Welt seine Präsenz in Nahost und Nordafri ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Mehr Digitales

Erstes Großinterview des Apple-Chefs

"Ich versuche nicht, Steve Jobs zu ersetzen"

Apple-Chef Tim Cook hat den iPhone-Konzern zwar transparenter gemacht - aber wenn es um künftige Produkte oder die Strategie geht, hält er genauso dicht wie sein Vorgänger Steve Jobs. Beim ersten großen Interview gab Cook nur krümelweise neue ... mehr

 

Neues Smartphone-Flaggschiff von Samsung

Verkauf des Galaxy S3 startet in Deutschland

Der südkoreanische Elektronikriese Samsung hat am Dienstag sein neues Smartphone-Vorzeigemodell Galaxy S3 auf den Markt gebracht. Das Telefon des größten Handyherstellers der Welt ist zunächst in 28 Ländern verfügbar, darunter Deutschland. mehr

 

"Pantone 5" mit Strahlungsdetektor

Neues Handy warnt vor Radioaktivität

 
 
 

Computervirus "Flame"

Neue Runde im Cyberkrieg um den Iran

Konsolenspiele für den Sommer 2012
Konsolenspiele für den Sommer 2012
Eine Drachenjagd in fremden Fantasywelten .. mehr 
 
Konsolenspiele für den Sommer 2012
Konsolenspiele für den Sommer 2012
Eine Drachenjagd in fremden Fantasywelten ..
mehr 
Dieses Handy soll vor radioaktiver Strahlung warnen
Dieses Handy soll vor radioaktiver Strahlung warnen
Der japanische Telekommunikationskonzern ..
mehr 
Kim Kardashian twittert gegen Langeweile
Kim Kardashian twittert gegen Langeweile
Sonnebrand! Die in Hollywood vor allem durch Rote-Teppich-Auftritte be ..
mehr 
2004 bis 2012: Chronologie des Facebook-Aufstiegs
2004 bis 2012: Chronologie des Facebook-Aufstiegs
In rund acht Jahren hat Facebook es von einem Studenten-Projekt zum Mi ..
mehr 
Anzeige:
Top-Services