Zeigt Apple heute Abend den Tablet-PC?: "Wir sind ganz aus dem Häuschen"
zuletzt aktualisiert: 27.01.2010 - 19:21Düsseldorf (RPO). Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Am Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco montieren Arbeiter riesige bunte Tafeln mit dem Apple-Logo. Die geladenen Besucher der Show können wahrscheinlich kaum schlafen. Und doch gibt es noch immer nicht mehr als Gerüchte, was Apple-Chef Steve Jobs am Abend präsentieren wird. Ein Blogger will das Gerät bereits haben und verrät Details.
Glaubt man den Gerüchten, dann ist eigentlich seit längerem klar: Apple stellt einen neuen Tablet-Computer vor, der alles bisher dagewesene in den Schatten stellen wird. Und die Gerüchte verdichten sich. Am Dienstagabend verplapperte sich der Chef des US-Medienunternehmens McGraw-Hill in einem TV-Interview.
Harold McGraw erklärte im Sender CNBC, Apple werde einen Tablet-PC vorstellen, der mit dem Betriebssystem des iPhones laufe. McGraw-Hill-Sprecher Steven Weiss wollte später nicht bestätigen, dass sein Chef sich bei den Äußerung auf das aktuelle Apple-Produkt bezog.
Noch genauere Informationen über das Geheimnis aus Cupertino bekommt man von Jason Calacanis. Er behauptet auf seinem Twitter-Account, den Tablet-Computer zwei Wochen lang zu Hause gehabt zu haben. Als Beta-Tester. Und er gibt sich begeistert.
Solarzellen auf dem Rücken?
"Es ist das unglaublichste Teil, das es jemals gab", schwärmt er. Ein HDTV-Empfänger sei eingebaut, ein digitaler Videorekorder - und ein Schachspiel. Die Preise, so glaubt er zu wissen, liegen bei 599, 699 und 799 Dollar, je nach Größe und Speicherausstattung.
Seinen Angaben zufolge läuft das Gerät mit dem iPhone-Betriebssystem. Das würde sich mit der Aussage McGraws decken. Ferner seien zwei Kameras eingebaut, eine nehme den Nutzer auf, die andere das, was sich vor ihm befindet.
Der Rechner habe ein OLED-Display und auf der Rückseite befänden sich Solarzellen. Diese würden aber nicht wirklich viel bringen, so Calacanis. "Mehr ein Gimmick." Kleiner Schönheitsfehler: Wegen einer Vereinbarung mit Apple könne er weder Fotos zeigen, noch verraten wie das Gerät heißen wird.
Der Name. Auch hier wird wild spekuliert: iSlate, iPad, iTablet sind unter anderem in Rennen. Vielleicht aber auch ganz anders. Der Preis für das Wundergerät soll irgendwo zwischen 600 und 1200 Dollar liegen. Angeblich stehen die Mobilfunkanbieter Verizon und Orange in den Startlöchern. Verträge mit ihnen könnten den Preis für den Kunden deutlich drücken.
Was passiert mit den Apps?
Interessant dürfte die Präsentation heute Abend auch für die vielen Programmierer von Apps sein, den kleinen Zusatzprogrammen fürs iPhone, die sich zu einem Milliardengeschäft entwickelt haben. Über 120.000 davon stehen in Apples App-Store bereit zum Download. Werden sie ohne Probleme auf ein größeres Display übertragbar sein?
Apple-Boss Steve Jobs gibt sich zugeknöpft wie immer im Vorfeld solcher Präsentationen. Am Montag stellte er die Quartalszahlen des Unternehmens vor. Da ließ er sich immerhin zu einer kleinen Äußerung hinreißen: "Wir sind in dieser Woche ganz aus dem Häuschen über unser jüngstes bedeutendes Produkt."
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