Verkaufsstart am Samstag: Wird das iPad das nächste große Ding?
VON FRANZISKA BLUHM - zuletzt aktualisiert: 01.04.2010 - 12:20Düsseldorf (RPO). Keine Frage: Apple-Jünger können den Start des iPads am Samstag kaum erwarten. Im Netz geistern bereits die ersten Videos mit Testberichten des Gerätes. Doch ob das iPad an den Erfolg des iPods oder iPhones heranragen wird, ist noch ungewiss.
Er ist fast so groß wie ein Blatt Din-A4-Papier, nur ein bisschen dicker und kommt zu einem Preis zwischen 500 und 700 Dollar plus Mehrwertsteuer in die US-Läden. Gerüchten zufolge ist der Deutschlandstart für den 25. April geplant - zu welchem Preis ist bisher auch noch nicht bekannt.
Seit der offiziellen Vorstellung des Geräts durch Steve Jobs gibt es unter Apple-Fans und Technik-Freaks kaum ein anderes Thema mehr. Erst wurden erste Testvideos von extra für das iPad geschneiderten Applikationen durchs Dorf getrieben, von Lieferschwierigkeiten war die Rede, ständig machten neue Zahlen über die Zahl der vorbestellten Geräte die Runde. Offizielle Zahlen hält Apple geheim, geht man davon aus, was an Studien und Hochrechnungen durch die US-Medien geistert, scheint das iPad ein Verkaufsrenner zu werden.
Eine Woche vor dem offiziellen Verkaufsstart hieß es, dass der neue Tablet-PC bereits vergriffen sei. Wer sich ein Gerät bestellt hatte, muss mit der Zustellung nun bis zum 12. April warten. Die "New York Times" zitiert Analysten, die mit rund einer Million verkaufter Geräte bis Ende Juni und fünf Millionen bis Ende 2010 rechnen.
Mit dem iPod und dem iPhone gelang es Apple in den vergangenen Jahren jeweils einen neuen Standard für technische Geräte zu etablieren. Der iPod revolutionierte den Markt für MP3-Player, das iPhone setzt noch immer den Standard in der Benutzerfreundlichkeit von Smartphones. Der renommierte Technik-Journalist Walter S. Mossberg vom "Wall Street Journal" hat das iPad bereits in den Händen gehalten und schreibt, dass das iPad einem Laptop-Killer ziemlich nahe kommt.
Doch anders als beim Start des iPhones oder des iPods ist diesmal das Aufgebot der Konkurrenz groß. Als erstes großer Technologie-Konzern hatte Microsoft im Januar seine Version des Tablet-PCs vorgestellt, Google arbeitet ebenfalls an einem Gerät, Nokia ist damit unterwegs und selbst in Deutschland gibt es von dem Berliner Unternehmen Neofonie kommt im Frühjahr ein solches Gerät auf den Markt: das Wepad.
Alles wird davon abhängen, wie groß die Nachfrage nach dem iPad wirklich ist: Stimmen die Bestellzahlen? Haben die Analysten recht, wenn sie zehn Millionen verkaufte Geräte für 2010 prognostizieren? Und: Wird Apple die Nachfrage nach den iPads wirklich befriedigen können? Die Börsianer glauben an den Erfolg des neuen Gerätes. Seit Tagen gibt es für den Aktienkurs des Unternehmens genau eine Richtung: nach oben.
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