Trend in Berlin: Zahlreiche E-Book-Reader bei der IFA
zuletzt aktualisiert: 03.09.2010 - 15:36Berlin (RPO). Acer und das Internetportal libri.de bringen gemeinsam einen E-Book-Reader auf den Markt. Das LumiRead genannte Lesegerät für digitale Texte soll über den Buchhandel vertrieben werden, teilte der Hersteller anlässlich der Funkausstellung IFA in Berlin (3. bis 8. September) mit.
Per WLAN oder UMTS lassen sich mit dem LumiRead E-Books kaufen und im ePub-Format herunterladen. Der Einkauf der Bücher wird über den vorinstallierten Online-Shop des jeweiligen bei libri.de registrierten Händlers abgewickelt. Laut Acer sind derzeit etwa 20.000 Titel verfügbar, die rund 20 Prozent günstiger sein sollen als gedruckte Bücher.
Der Reader mit 6-Zoll-Display (15,2 Zentimeter) ist wenige Millimeter dick, wiegt mindestens 250 Gramm und hat auf einem integrierten 2-GB-Flash-Speicher Platz für rund 1500 Bücher.
Per MicroSD-Karte kann die Kapazität erweitert werden. Das entspiegelte Ink-Display soll das Lesen auch bei direkter Sonneneinstrahlung ermöglichen. Die Seiten werden in Grau-Weiß dargestellt. Da nur beim elektronischen Umblättern Strom verbraucht wird, reicht die Akkukraft laut Acer für bis zu 8000 Seitenwechsel.
Neben den gebräuchlichsten E-Book-Formaten unterstützt das Gerät mp3-Hörbücher. Zudem ist ein Webbrowser integriert sowie eine QWERTZ-Tastatur. Auch verfügt das Gerät über einen ISBN-Strichcode-Scanner, der bei der Suche nach den Titeln behilflich sein soll.
Der Acer LumiRead ist ab Oktober zum Endkundenpreis von knapp 200 Euro erhältlich. Eine mit UMTS ausgestattete Variante soll es ab November für rund 250 Euro geben.
Fünf neue E-Reader zeigt Pocketbook in Berlin. Der Hersteller setzt dabei im Gegensatz zu einigen anderen auf ein offenes System: Kunden können nicht nur E-Books aus dem firmeneigenen Online-Shop Bookland.net lesen, sondern auch von weiteren Anbietern. "Der Kunde kann entscheiden, wo er kaufen will", erklärte Deutschland-Chef Anatoli Loucher. Da die Software auf dem Open-Source-Betriebssystem Linux beruht, könnten Nutzer mit Programmierkenntnissen auch die Funktionen verändern und ihren Bedürfnissen anpassen.
Die Modelle unterstützen 16 Textformate, darunter ePub und PDF, sowie Bücher, die über ein digitales Rechtemanagement (DRM) kopiergeschützt sind. Durch die "Text-to-Speech-Funktion" kann sich der Käufer den Text vorlesen lassen. Integriert sind Wörterbücher in 20 Sprachen, um zum Beispiel Fremdwörter nachzuschlagen. Und es besteht die Möglichkeit, Notizen in den Text einzubinden.
Die Produktreihe beginnt mit zwei Einsteigermodellen, die einen sechs beziehungsweise zehn Zoll großen e-Ink-Bildschirm sowie Kopfhöreranschluss haben. Sie sind mit den Schnittstellen Wifi und Bluetooth und einem internen 2-Gigabyte-Speicher ausgestattet. Die beiden Premium-Modelle haben zusätzlich einen Touchscreen und unterstützen den Übertragungsstandard 3G für schnellere Downloads. Außerdem bietet Pocketbook ein Entertainment-Modell mit farbigem 7-Zoll-TFT-Touchscreen und dem Betriebssystem Android 2.0 an.
Im November sollen die Geräte auf den Markt kommen. Preise will der Hersteller zur Frankfurter Buchmesse im Oktober bekanntgeben.
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