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Zu Jahresbeginn
Apple erhöht Preise für Smartphones und Tablets

Fotos: Apple iPhone 6S und iPhone 6S Plus im Praxistest
Fotos: Apple iPhone 6S und iPhone 6S Plus im Praxistest FOTO: dpa, tsn
Berlin. Apple hat zu Jahresbeginn die Preise für Smartphones und Tablet-Computer leicht erhöht - aber nur in Deutschland. Hintergrund ist eine Einigung auf eine Urheberrechtsumlage, die der Konzern mit der Zentralstelle für private Überspielungsrechte ZPÜ erzielt hat.  Von Nicole Schiffer

Im Dezember 2015 waren der iPhone-Hersteller, Samsung und andere Unternehmen übereingekommen, fünf bis sieben Euro für jedes nach Deutschland importierte Smartphone oder Tablet zu zahlen. Das neue iPhone 6s der Basisversion kostet nun im Einzelhandel 744,95 Euro, im vergangenen Jahr waren es noch 739 Euro.

Apple gibt die neue Urheberrechtsabgabe damit direkt an den Kunden weiter. Durch die Umlage werden private Kopien von Liedern, Bildern und Texten abgegolten, die sich Nutzer von Inhalten auf ihre Geräte laden. Die Erlöse aus der Abgabe werden von Verwertungsgesellschaften an die Künstler und Urheber weitergereicht.

Markus Scheufele, Urheberrechtsexperte beim Branchenverband Bitkom, sagte, der Deal umfasse Gebühren für mobile Geräte, die die nach 2008 verkauft wurden, bei Tablets nach dem Jahr 2012. Langfristig wolle die Industrie jedoch von einem festen Aufpreis weg und dafür auf Abonnementdienste und Zahlmodelle setzen, bei denen Kunden nur für das aufkämen, was sie tatsächlich heruntergeladen hätten.

Doch ZPÜ-Sprecher Jürgen Becker meinte, die Erfahrung habe gezeigt, dass Kunden immer Wege fänden, um Material zu kopieren, ohne dafür zu zahlen. Die Vorabumlage für mobile Geräte sei daher fairer.

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