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Patentstreit in den Niederlanden
Nokia erwirkt Verkaufsstopp des HTC One
Patentstreit in den Niederlanden: Nokia erwirkt Verkaufsstopp des HTC One
Nokia erwirkt Verkaufsstopp gegen das HTC One FOTO: dpa
Nächste Runde im Patentstreit: Ein niederländisches Gericht hat ein landesweites Verkaufsverbot des HTC One ausgesprochen. Nokia hatte geklagt, da man die Exklusiv-Rechte an einer Mikrofontechnik verletzt sah.

Nicht Apple und nicht Google, sondern Nokia ist der Tagessieger im heiß umkämpften Smartphone-Markt. Das finnische Unternehmen klagte in den Niederlanden gegen HTC und behielt recht. Das Gericht stoppt den Verkauf des HTC One, da dieses eine Mikrofontechnik nutzt, die Nokia sein Eigen nennt.

Die besagte Technik heißt im HTC One "Dual Membrane HDR" und ermöglicht Aufnahmen von hoher Tonqualität. Bei Nokia nennt sich die Technologie "High Amplitude Audio Capture" und ist in allen Lumia-Geräten ab dem Modell 720 aufwärts im Einsatz. Die ausgefeilte Mikrofontechnik hat der Konzern eigens entwickelt und lediglich zur Fertigung an das Unternehmen ST Microelectronics weitergegeben. "HTC hatte keine Lizenz oder Erlaubnis, die von Nokia entwickelte Technologie in ihrem Gerät einzusetzen", stellten die Finnen in einer Pressemitteilung klar.

In Zeiten des Smartphone-Booms ist das Verkaufsverbot des HTC One ein Rückschlag für das taiwanesische Unternehmen. Auch wenn das hauseigene Flaggschiff bislang nur in einem Land verboten wurde, ist es für die Finnen ein weiterer wichtiger Sieg im ewig andauernden Patentstreit der beiden Unternehmen. Erst im März hatte sich das Unternehmen sich gegen HTC durchgesetzt, als es um eine Technik zur Akku-Schonung ging.

Quelle: contentfleet
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