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Ratgeber
Tipps und Tricks bei Smartphone-Notfällen

Smartphone-Notfall - die Tipps helfen
Smartphone-Notfall - die Tipps helfen FOTO: dpa, tsn
Düsseldorf. Viele Menschen fragen sich inzwischen, wie konnte man früher eigentlich ohne Smartphone leben? Was, wenn bei diesen Menschen das Smartphone plötzlich nicht mehr funktioniert - weil es in eine Pfütze gefallen ist oder einem der Code partout nicht mehr einfallen will? Keine Sorge: Für die meisten kleinen und größeren Notfälle gibt es eine Lösung.

Smartphones machen so einiges mit. Mal gehen sie zu Bruch, mal verloren - und was hilft eigentlich, wenn man den Sperrcode vergessen hat? Hier sind neun Probleme - und neun Lösungen aus dem Smartphone-Alltag.

  • Mein Smartphone ist ins Wasser gefallen. Kann ich es noch retten? 

Hier zählt Schnelligkeit, sagt Rainer Beckmann, der ein Repair-Café in Düsseldorf betreibt. "Zunächst: Sofort ausschalten, sollte es noch eingeschaltet sein. Als Nächstes sind alle losen Teile wie Sim- oder SD-Karte und der Akku zu entfernen", rät er.

Urlaub 2016 - diese Smartphone-Apps helfen weiter FOTO: shutterstock/ haveseen

Dann wird sichtbares Wasser abgetupft und das Smartphone für 24 bis 48 Stunden in einen Beutel Reis gelegt. Reis entzieht die restliche Feuchtigkeit. Mit etwas Glück funktioniert das Smartphone danach wieder.

Auch wenn dann nicht garantiert ist, dass es keine Folgeschäden gibt, sagt Cem Caliskan, Mobilfunkhändler aus Erkrath. Deshalb führt auch kein seriöser Händler bei solchen Schäden eine Reparatur durch.

  • Mein Display ist zerkratzt. Was hilft am besten?

"Displayfolien sind unerlässlich", sagt Caliskan. Dann kommt es erst gar nicht so weit. Alle paar Monate sollte die Folie ersetzt werden. 

Wenn das Display leicht zerkratzt ist, helfen bestimmte Polituren. Hierbei rät Markus Merkle von "Handysektor.de": "Setzen Sie auf Markenqualität. Gute Polituren geben an, für welche Modelle sie geeignet sind."

Der Grund: Einige Smartphones haben Glas-, andere Kunststoffdisplays und brauchen unterschiedliche Polituren. Vom Polieren mit Zahnpasta rät er dringend ab.

  • Das Display ist gesprungen. Was tun?

Ein gesprungenes Display kann noch funktionieren. Markus Merkle warnt aber davor, es über einen längeren Zeitraum weiter zu verwenden.

"Einerseits können durch die Risse Schmutzpartikel und Feuchtigkeit uns Telefon eindringen, andererseits besteht Verletzungsgefahr für den Benutzer."

Erste Hilfe für das Display kann hier auch nachträglich eine Schutzfolie als "Pflaster" sein. Aber: So schnell wie möglich sollte ein Austausch des Displays stattfinden.

  • Schlechter Empfang. Gibt es Hilfe?

Hilfs-Akku fürs Smartphone - Powerbank, Brennstoffzelle & Co FOTO: dpa, av

Wenn der Nebenmann besseren Empfang hat, kann das verschiedene Ursachen haben. Ein Grund kann zum Beispiel der Aufbau des Smartphones sein.

"Auch bei den heutigen Telefonen kann immer noch die Handhaltung etwas ausmachen", sagt Markus Merkle. Eine Drehung des Telefons kann schon Abhilfe schaffen, falls man beispielsweise mit der Hand die eingebaute Antenne verdeckt.

Cem Caliskan empfiehlt einen Blick in die Einstellungen. "Je nach Modell lässt sich der Netzmodus einstellen. Wenn das Handy permanent nach einer LTE-Abdeckung sucht, aber nur eine geringere vorhanden ist, kann das den Empfang beeinträchtigen."

  • Alle Apps laufen so langsam. Wie werden sie wieder schneller?

Fotos: Neues aus der Smartphone-Welt FOTO: dpa, tsn

"Man sollte regelmäßig überprüfen, welche Apps überhaupt noch benutzt werden. Alleine das Löschen von Apps kann die Performance deutlich verbessern", empfiehlt Markus Merkle.

Nicht benötigte Apps im Hintergrund findet und beendet man besser. Wenn das nicht hilft, kann man nach einer Datensicherung das Handy auf Werkseinstellungen zurücksetzen.

Vielleicht ist das Telefon aber auch einfach schon ein paar Jahre alt?

  • Mein Handy ist "eingefroren" und reagiert nicht mehr. Was tun?

Den Akku entnehmen und wieder einsetzen, ist der leichteste Weg. Geht das nicht, hilft ein "Hard Reset".

Dazu werden bei Androidgeräten meist der Knopf für die Displaysperre und eine der beiden Lautstärketasten zusammen gedrückt.

Gadgets - diese Technik-Neuheiten will man haben FOTO: dpa, neb crk

Bei iPhones müssen gleichzeitig die Home- und die Sperrtaste gedrückt gehalten werden. Im Zweifel wartet man, bis der Akku sich selbst geleert hat.

Manchmal wirkt auch ein Anruf auf dem streikenden Telefon Wunder.

  • Ich habe meinen Sperrcode vergessen - und jetzt?

iPhones werden gelöscht, wenn man zu oft den falschen Code eingibt. Dann lassen sie sich per iCloud, iTunes oder den Wartungszustand entsperren und wiederherstellen. O

hne Datensicherung sind dann allerdings alle Daten futsch. Genaue Anleitung zum Wiederherstellen gesperrter Telefon gibt Apple auf seiner Webseite.

Androidbesitzer können ab Version 5.0 Googles Android Geräte-Manager auf der Google-Webseite nutzen, um die Passwortsperre zurückzusetzen. Eine Einschränkung gibt es aber: Der Geräte-Manager muss auf dem Smartphone aktiviert sein, bevor man den Code vergisst.

  • Mein Handy wurde gestohlen - wie bekomme ich es wieder?

Hier helfen die Apps "iPhone-Suche" für iOS und der Android Geräte-Manager. Sie erlauben das Aufspüren und im Notfall auch das Löschen des Telefons aus der Ferne, erklärt Rainer Beckmann.

Das Telefon sollte sofort nach Bemerken des Diebstahls beim Netzbetreiber gesperrt werden. Für die Anzeige bei der Polizei braucht man auch die Imei-Nummer des Gerätes. Mit ihr können gefundene Geräte zurück zum Eigentümer gelangen.

Die Imei-Nummer befindet sich auf der Rechnung und der Verpackung des Telefons oder wird nach Eingabe von "#06#" angezeigt.

  • Das Handy ist stumm, und ich weiß nicht, wo ich es hingelegt habe.

Auch hier helfen "iPhone-Suche" und der Android Geräte-Manager. "Über diese Konten können, je nach Modell, trotz Stummschaltung, Signaltöne ausgesendet werden", so Markus Merkle.

Klappt das nicht, weiß Beckmann Rat: "Die meisten Smartphones senden einen Warnton, wenn der Akku zur Neige geht - auch, wenn sie auf stumm geschaltet sind."

Hier heißt es also: Warten und die Ohren offen halten.

(dpa)
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