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Pannensmartphone
Samsung bringt recyceltes Galaxy Note 7 in den Handel

Samsung bringt recyceltes Galaxy Note 7 am Freitag in den Handel
FOTO: afp, DA
Seoul. Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung bietet in Kürze eine überarbeitete Version seines Pannenmodells Galaxy Note 7 an. Einige Bauteile stammen aus den zurückgerufenen Smartphones und wurden recycelt.

Neu sind die Batterien, nachdem die alten in manchen Geräten Feuer gefangen hatten. Wie das Unternehmen am Sonntag ankündigte, werden ab Freitag im Heimatland Südkorea zunächst 400.000 Exemplare unter dem Namen Galaxy Note FE verkauft. Ob das Modell später auch in anderen Ländern erhältlich sein wird, sei noch nicht entschieden. Einen Vertrieb in den USA und Indien hat das Management bereits ausgeschlossen. 

Wegen der Brandgefahr durch die alten Akkus hatte Samsung Electronics das Galaxy Note 7 im Oktober nach rund zwei Monaten komplett vom Markt genommen. Die Akkus überhitzten, manche Geräte fingen Feuer. Luftfahrtbehörden weltweit verboten Passagieren, die schicken Handys in Flugzeugen zu transportieren. Das Debakel schmälerte Samsungs Betriebsgewinn um mehr als fünf Milliarden Dollar. Inzwischen hat sich der Konzern davon aber gut erholt. Denn das Nachfolgemodell Galaxy S8 wurde zum Verkaufserfolg.

Die überholte Version des Galaxy Note 7 kostet umgerechnet rund 540 Euro. Der Preis liegt damit etwa 30 Prozent unter dem des Originals. Die Batterien der aktuellen Galaxy Note 7 Fan Edition haben nach Firmenangaben eine geringere Ladekapazität. Sie seien in neuen Sicherheitstests erprobt worden. Die Smartphones selbst stammen noch aus den zurückgerufenen Beständen. Im überarbeiteten Modell seien ungenutzte Teile der zurückgerufenen Note-7-Smartphones eingebaut worden, teilte Samsung mit. 

(wer/ap)
 
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