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SMS-Nachfolger RCS - einige Vorteile und offene Fragen

SMS-Nachfolger RCS - einige Vorteile und offene Fragen
Mit Android Messages will Google einen WhatsApp-Konkurrenten aufbauen. FOTO: Christoph Schroeter
Düsseldorf. Mit dem neuen Android Messenges will Google den SMS-Nachfolger RCS zum Messaging-Standard auf Android-Smartphones machen. Tatsächlich würde RCS einige Vorteile gegenüber den vielen auf dem Markt befindlichen Messaging-Apps bieten.
  • Universale Plattform: Genau wie SMS wäre RCS in der Lage, alle kompatiblen Smartphones zu verbinden, egal welches Endegerät oder welcher Anbieter genutzt werden. Bislang sind die meisten Messenger Insellösungen und erlauben den Nachrichtenaustausch nur mit anderen Nutzern der App.
  • Ähnlicher Funktionsumfang: RCS erlaubt neben reinen Textnachrichten den Versand von Fotos, Videos oder Sprachnachrichten. Auch Anrufe über das Datennetz sind möglich.
  • Abwärtskompatibel: Wie bei anderen Messengern, die auch den Versand von SMS erlauben (etwa iMessage oder Signal), werden Nachrichten an Nicht-RCS-Nutzer als SMS verschickt.
  • Datenschutz: Im Gegensatz zum Messengern wie Whatsapp werden keine Telefonbuchdaten hochgeladen, gespeichert und abgeglichen, um andere RCS-Nutzer zu finden. Stattdessen wird jedem Kontakt eine Art Prüfsignal gesendet. Kommt die positive Antwort, dass der Dienst unterstützt wird, erfolgt die Kommunikation künftig über RCS. Der Datenversand findet verschlüsselt statt.
  • Weitere Funktionen: Laut Google sollen auch Unternehmen besser über RCS-Dienste mit Kunden kommunizieren können. Mögliche Anwendungen wären etwa Flug- oder Zugtickets, Bankmitteilungen oder Auskünfte.
  • Verbreitung: Ganz neu ist RCS nicht. Die Telekommunikationsunternehmen versuchen seit einigen Jahren, den Standard gegenüber Apps wie Whatsapp oder dem Facebook Messenger zu etablieren. RCS-Dienste sind bereits heute im Programm von Anbietern wie Telekom (Message+), Vodafone (Vodafone Call+) oder O2 (O2 Message+Call). In den meisten Tarifen ist die kostenlose Nutzung enthalten. Doch viele Discounter sind bislang nicht mit dabei.
  • Gerätegrenzen: iOS-Geräte sind von Googles Messenger-Offensive bislang ausgeschlossen. Sie können nur mit den jeweiligen Apps der Telefonanbieter wie etwa Message+ den Dienst nutzen.
(dpa/tmn/csr)
 
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