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TV-Kabelnetzbetreiber
Unitymedia prüft Entschädigung für Kunden

Störung: Unitymedia prüft Entschädigung für Kunden
FOTO: dpa, obe AXS
Exklusiv | Düsseldorf. Nach der technischen Panne um die Neuordnung der Sendeplätze versucht der TV-Kabelnetzbetreiber Unitymedia, die Verbraucher zu besänftigen. "Wir prüfen aktuell, wie wir die betroffenen Kunden entschädigen können."

Das sagte Gudrun Scharler, Mitglied der Geschäftsführung, unserer Redaktion. Dies gelte auch für Kunden, die einen Fernsehtechniker bestellt hätten, um die Probleme zu lösen, fügte Scharler hinzu.

Für knapp 75.000 Zuschauer blieb der Fernseher nach der Umstellung der Sendeplätze von Unitymedia schwarz. Die Neubelegung sollte in der Nacht zu Dienstag erfolgen. Am Donnerstagnachmittag hatte das Unternehmen seine Kunden dazu aufgerufen, erneut einen Senderdurchlauf zu starten. Der Vorgang, so hieß es, solle die Probleme beheben.

Bei einigen Verbrauchern waren nach der Umstellung am Dienstag Privatsender wie RTL, Sat.1 und Vox verschwunden, bei anderen fehlten sogar alle Sender. Dritte berichteten, dass die Sender plötzlich verschlüsselt seien. Doch auch der erneute Sendersuchlauf im Laufe des Donnerstags und Freitags konnte bei vielen Kunden die Pannen nicht oder nur teilweise beheben. Das zeigten verschiedene Beschwerden in den sozialen Medien.

Wie viele Kunden immer noch von den Pannen betroffen sind - oder bei wie vielen die Umstellung nun erfolgreich war, ist am Freitagabend unklar.

Auslöser für die Neuordnung der Sendeplätze und die Einspeisung neuer Programme war die Abschaltung des analogen TV, wodurch neue Kapazitäten im Netz frei wurden. "Mit der Neusortierung der Sender schaffen wir die Basis für die Weiterentwicklung unserer TV- und Breitbanddienste", hatte Marketing-Chef Christian Hindennach Mitte August gesagt. Statt entstandene Lücken kleinteilig aufzufüllen, verändere Unitymedia die Frequenzbelegung so, dass möglichst viel Platz für neue HD-Sender und schnelles Internet geschaffen werde.

Unitymedia, eine Tochterfirma des britischen Kabelgiganten und Medienkonzerns Liberty Global, gehört neben Vodafone Kabel Deutschland zu den größten Betreibern von Kabelnetzen.

Quelle: RP
 
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