Galeria Kaufhof reagiert auf Amoklauf: Verkaufsstopp für Games ab 18
zuletzt aktualisiert: 18.03.2009 - 17:21München (RPO). Galeria Kaufhof verkauft ab April keine Filme, Computer- und Videospiele mehr, die ab 18 Jahren erhältlich sind. Damit reagiert die erste große Kaufhauskette auf den Amoklauf in Winnenden. Manche Killerspiele bleiben dennnoch im Handel.
"Galeria Kaufhof hat aufgrund der Geschehnisse in Winnenden entschieden, alle Computerspiele und Filme, die unter das Jugendschutzgesetz fallen, aus dem Verkauf zu nehmen", sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Mittwoch.
Die Maßnahme habe bundesweit bereits begonnen. Werbeware aus den März-Prospekten werde noch bis Ende des Monats verkauft.
„Ich finde es wirklich bedenklich, dass Kaufhof damit jedem Erwachsenen sein Recht auf Unterhaltung beschneidet. Man schießt mit dem Verkaufsstopp über das Ziel hinaus“, erklärt Olaf Wolters, Geschäftsführer des Branchenverbandes der Spielindustrie, gegenüber einer Online-Zeitung.
Die Entscheidung habe der zur Metro Group gehörende Konzern eigenständig getroffen. Damit bleiben aber die umstrittenen Killergames Counter-Strike und Half-Life weiter im Sortiment. Zur Metro Group zählen auch die Märkte Saturn und Mediamarkt, die Artikel ohne Jugendfreigabe verkaufen.
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