Konkurrenz für iPhone: Vodafone startet Blackberry-Verkauf
VON SILKE FREDRICH - zuletzt aktualisiert: 18.11.2008 - 07:00Düsseldorf (RP). Mit dem Blackberry "Storm" rüstet sich Deutschlands zweitgrößter Netzbetreiber Vodafone gegen die iPhone-Konkurrenz. Hersteller RIM erhofft sich viele neue Käuferschichten.
Seit heute hat das Kulthandy iPhone von Apple einen ernst zu nehmenden Konkurrenten. Vodafone verkauft exklusiv das neue Blackberry-Modell "Storm", das die Funktionen und Bedienbarkeit des Apple-Handys in den Schatten stellen und reichlich neue Kunden anlocken soll. Ein Vergleich der beiden Geräte zeigt, dass das "Storm" dem iPhone bei einigen Funktionen deutlich überlegen ist.
Ausstattung Beide Geräte haben bis zu 16 Gigabyte Speicher. Das "Storm" hat einen 3,2 Zoll-Display, einen Touchscreen sowie GPS für Navigation. Das iPhone hat ein 3,5 Zoll großes Display, verfügt über GPS und hat eine Touchscreen-Tastatur.
Kamera Der Blackberry liefert durch die 3,2-Megapixel-Kamera deutlich schärfere Bilder als die 2-Megapixel-Variante des iPhones. Durch entsprechende Programme können die Bilder bei beiden Telefonen direkt ins Internet geladen verschickt werden.
Musik In das iPhone ist der Musikspieler iPod integriert. Mit der hauseigenen Musikbörse iTunes lassen sich die Songs direkt aufs Handy laden. Auch das Blackberry-Modell hat einen MP3-Player, auf den sich binnen weniger Minuten reichlich Songs herunterladen lassen.
Touchscreen Beide Geräte verfügen über ein berührungsempfindliches Display. Das iPhone reagiert bereits auf kurze Berührungen, das "Storm" erst, wenn der Nutzer richtig drückt. Er hört zudem einen Klick, wie bei einer richtigen Tastatur. Über dieses neuartige Prinzip will der Hersteller ausschließen, dass Funktionen aus Versehen ausgelöst werden, weil man den Bildschirm berührt.
Internet Während Apple sich feiert, weil die Geräte neben Edge und Wlan nun auch UMTS-fähig sind, setzt das Blackberry-Modell auf den schnellen Funkstandard HSDPA. Durch diese Weiterentwicklung des UMTS-Standards werden Internetverbindungen von sieben Mbit pro Sekunde möglich. Somit lassen sich etwa Songs binnen wenger Sekunden auf das Gerät laden und mobiles Surfen wird ähnlich komfortabel wie am stationären PC zu Hause.
Mail Mit beiden Geräten lassen sich schnell E-Mails versenden. Der optionale so genannte Push-Mail-Service holt die Mails automatisch vom Server ab und zeigt die neue Post im Display an.
Navigation Das iPhone findet via GPS den Weg, sagt diesen aber nicht an. Das "Storm" lädt sich aktuell aus dem Netz eine Strecke herunter und führt auch mit aktuellen Staumeldungen bis zum Ziel. Nutzer können aus dem Telefonbuch heraus Adressen als Zielort auswählen und sich dorthin navigieren lassen.
Preis Das iPhone kostet ohne Vertrag in der hohen Speichervariante 999 Euro, mit Vertrag ist es ab einem Euro zu haben. Es funktioniert offiziell nur beim exklusiven Vermarkter T-Mobile. Das Blackberry Storm ist in allen Netzen nutzbar und kostet ohne Vertrag in der hohen Speichervariante 549,90 Euro. Mit Vertrag ist es bereits ab einem Euro erhältlich.
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