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Kulturelle Unterschiede
Emojis bedeuten im Ausland nicht dasselbe

Emojis - ohne sie geht gar nichts mehr
Emojis - ohne sie geht gar nichts mehr FOTO: dpa, tsn
Baden-Baden. Ein grinsendes Gesicht, ein Regenschirm, ein Stück Kuchen: Mit Emoji-Bildchen lässt sich in Chat-Programmen alles Mögliche darstellen. Doch wer international kommuniziert, muss sich auf Missverständnisse gefasst machen, warnt ein Experte.

Die in Japan entwickelten Emojis, die beispielsweise bei WhatsApp verwendet werden, seien "stark von der visuellen Kultur der Mangas geprägt", sagte der Diplom-Psychologe Steffen-Peter Ballstaedt am Donnerstag im Radiosender SWR Info: "Da sind einige visuelle Konventionen, die wir nicht so kennen."

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Ballstaedt nannte als Beispiel das "sehr beliebte Kackhäufchen", das hierzulande ausdrücken solle, "dass uns etwas nicht gefällt". Eigentlich stamme die Darstellung aber aus einem Manga, also einem japanischen Comic, und stehe für "ein armes Häufchen Elend, was die ganze Zeit einen Freund sucht".

Vorsicht sei auch bei Gesten geboten, erläuterte der Kommunikationsexperte. Demnächst werde etwa von Apple ein Emoji eingeführt, das gekreuzte Finger zeigt und dafür stehen soll, dass jemandem Glück gewünscht wird. "Das ist eine Geste, die es bei uns eigentlich gar nicht gibt", sagte der Psychologe. "Wenn wir jemandem Glück wünschen, dann drücken wir die Daumen."

Wut-Smiley bedeutet Triumph

Nicht einmal bei Gesichtsausdrücken sind Missverständnisse ausgeschlossen. Diese seien zwar international sehr ähnlich, es gebe aber auch Unterschiede, sagte Ballstaedt. Das Emoji mit geschlossenen Augen und schnaubender Nase etwa stehe in Japan für Triumph und nicht etwa für Wut.

(bur/AFP)
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