Auch für ältere Rechner: Windows 7 bringt Geschwindigkeit
VON LUDWIG JOVANOVIC - zuletzt aktualisiert: 12.05.2009 - 10:10Düsseldorf (RP). Microsoft steht unter Druck, nachdem das Zugpferd Windows in jüngster Zeit etwas lahmt. Jetzt zieht Microsoft den Start des neuen Betriebssystems vor – das macht auch ältere Rechner schneller.
Das Betriebssystem "Vista" kann die breite Masse nicht begeistern. Die Anforderungen an die Technik sind zu groß. Und selbst wer einen hoch gerüsteten Rechner hat, wird das Gefühl nicht los, mit angezogener Handbremse zu arbeiten. Nur knapp ein Drittel aller Nutzer sind bisher umgestiegen. Die meisten Anwender arbeiten lieber mit dem alten, aber ausgereifteren "Windows XP" – oder wandern zur Apple-Konkurrenz ab.
Microsoft zieht darum den Start des neuen Betriebssystems "7" um ein halbes Jahr vor: Bereits im Oktober soll es verfügbar sein. Doch schon jetzt bietet der Software-Hersteller aus Redmont eine nahezu fertige Vorabfassung zum Test an. Aber was bringt das neue System?
Auf den ersten Blick vor allem Leistung und Geschwindigkeit. Nicht nur dass das neue Windows zehn bis 15 Sekunden schneller startet als Vista. Es läuft sehr viel flüssiger – selbst auf etwas schwächer ausgestattenen Rechnern, die schon ein paar Jahre alt sind. Bei Spielen ließt sich indes kein Temposchub feststellen. Dafür belegt "7" mit knapp zehn Gigabyte nur halb so viel Speicherplatz auf der Festplatte wie noch der Vorgänger Vista. Microsoft scheint aus seinen Fehlern gelernt zu haben.
Auch die nervigen Sicherheitsabfragen, die bei so gut wie jedem Programmstart nachfragt, ob das wirklich erlaubt sei, wurden an die Leine gelegt: Sie tauchen nun sehr viel seltener auf.
Taskleiste überholt
Die Taskleiste wurden ebenfalls überholt: In Vista gibt es bereits ein kleines Vorschaubild für jede Anwendung in der Taskleiste. Bei "7" geht die nun noch weiter. Standardmäßig wird für jede Anwendung ein "Icon" gezeigt. Fährt man mit der Maus darüber, wird eine Vorschau in einem großen Fenster eingeblendet. Und hat man beispielsweise mehrere Word-Dateien geöffnet, gibt es nun eine Liste mit allen Dokumenten. Die kann man für eine Vorschau anklicken.
Die Such-Funktion wurde im Vergleich zu Vista verbessert: Tippt man die ersten Buchstaben ein, werden Treffer schneller eingeblendet. Vor allem aber werden mehr Informationen zu den Ergebnissen zur Verfügung gestellt.
Insgesamt macht das neue Win-dows zudem einen sehr viel aufgeräumteren Eindruck: Der Nutzer kommt schneller zum Ziel – egal, ob er ein neues Netzwerk einrichten möchte oder einfach nur seine Dateien sortieren will. Eine der größten Neuerungen aber steht noch nicht zur Verfügung und wird wahrscheinlich auch nicht in allen "7"-Versionen enthalten sein: der XP-Modus. Damit lassen sich Programme, die problemlos unter dem alten "XP" liefen, in einem virtuellen PC starten. Der Anwender merkt davon indes nichts – außer, dass die alten Programme weiterhin laufen. Damit möchte Microsoft vor allem Unternehmen den Umstieg erleichtern. Die blieben lieber bei XP, weil nicht alle Programme unter Vista liefen.
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