"Germany's next Showstars": DJ Bobo sucht neue Show-Talente
VON CHRISTIAN HERRENDORF UND INA LAUER - zuletzt aktualisiert: 04.05.2009 - 17:50Düsseldorf (RPO) Der Schweizer Popstar setzt die Reihe der Casting-Shows fort. Gemeinsam mit Verona Pooth und Elton versucht er, in der Landeshauptstadt talentierte Menschen für seine Konzerte im nächsten Jahr zu finden. Zum Auftakt kam ein Überraschungsgast ins Studio im Lofthaus.
Bei ProSieben scheint man das Handbuch für Casting-Shows verlegt zu haben. Von Zicken, Tränen und restlos unsympathischen Jury-Mitgliedern fehlt im Düsseldorfer Studio für die Sendung „Germany‘s next Showstars” jede Spur. Statt dessen sitzen im Lofthaus im Stadtteil Reisholz drei Juroren, die wirken, als träten sie im Wettbewerb für die netteste Casting-Show der Welt an.
Chef des Komitees ist der freundliche Musiker DJ Bobo, ihm zur Seite stehen der stets wohl gelaunte Moderator Elton und Verona Pooth. Die Kandidaten wiederum erstaunen, weil sie entweder wirklich etwas können oder zumindest in vollem Bewusstsein peinlich auftreten.
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Gesangstalent und gutes Aussehen zählen in DJ Bobos Castingshow ausnahmsweise nicht zu den zwingend nützlichen Voraussetzungen. In „Germany‘s next Showstars” dürfen alle mitmachen, die etwas Besonderes beherrschen, das Bobo auf seiner Europatournee im Frühjahr 2010 gut gebrauchen kann. Denn der Hauptpreis ist ein Platz auf der Bühne neben Bobo, der allein in Deutschland rund 100.000 Fans zu seinen Konzerten erwartet.
„Jeder, der etwas drauf hat, sei es auch noch so verrückt und abgedreht, ist herzlich willkommen”, sagt der 41-jährige Schweizer, der Dienstag und Mittwoch seine Suche in Düsseldorf fortsetzt.
Am ersten Tag der Castings begrüßten die Macher unter anderem einen Überraschungsgast im Lofthaus: Gina-Lisa Lohfink, ehemals Kandidatin in Heidi Klums Show „Germany‘s next Topmodel” und inzwischen eine Art wandelnde Dauer-Werbesendung für sich selbst, unterhielt sich mit den Bewerbern. „Ich kann gut nachvollziehen, wie sich die Kandidaten fühlen”, sagt die 21-Jährige, die die Gespräche in ihrer Internet-Show „Gina-Lisas Welt” zeigen wird.
Gute Aussichten zumindest dort eine Rolle zu spielen, besitzen zwei Herren, die sich „Puma” und „Super-Ingo” nennen. Mit Klobürste bewaffnet und Tigertanga bekleidet vermeiden sie unnötige Fragen der Jury zum Gehalt ihres Programms, das schwerlich einen Platz auf der Bobo-Bühne finden wird.
Für den Musiker bedeutet die Talentschau zugleich eine Rückkehr zu mehr Rampenlicht. Nach seinen großen Erfolgen wie „Pray” oder „What A Feeling” schaffte es Bobo zuletzt nicht mehr auf die vorderen Ränge der deutschen Hitliste. Beim Eurovision Song Contest schied er 2007 schon im Halbfinale aus.
Zu den Favoriten, die das Comeback live und als Arbeitnehmer erleben könnten, zählen Landry (21) und Nsimba (23), zwei Tänzer in sehr roten Trainingsanzügen mit sehr guten Referenzen. Die beiden sind zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften im Breakdance angetreten. Für das Casting studierten sie zwei Wochen lang eine neue Choreografie ein und reisten extra aus der Bundes- in die Landeshauptstadt.
Ähnlich beeindruckend wirkte die Gruppe „Pop Rivals”, die in farbenfrohen 70er-Jahre-Kostümen vor die Jury trat. Die zehn Mitglieder aus vier Bundesländern hatten sich auf Rollschuh-Meisterschaften kennen gelernt und waren nun aus Brandenburg, Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt in Düsseldorf zusammengekommen.
Wer letztlich mit auf die Europa-Tournee von DJ Bobo geht, entscheidet die Jury in den kommenden Tagen und erfährt der Fernsehzuschauer im Juni, wenn die vier geplanten Sendungen ausgestrahlt werden.
Rostock oder Castrop-Rauxel wären doch geeignetere Orte für diese Veranstaltung. Obwohl Verona dann zugegebenerweise eine längere Anfahrt hätte. Die Spackofizierung von Düsseldorf geht munter...
Ist diese Veranstaltung nicht eher etwas für Rostock oder Castrop-Rauxel?
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