Düsseldorf (RP) Laute Triller-Pfeifen, wehende Transparente, Sitzblockaden und Sprechchöre wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!“ oder „Bildung für alle – und zwar umsonst!“ – das Aktionsbündnis für freie Bildung „Block Düsseldorf“ hat am Mittwoch anlässlich des internationalen Tages gegen die Kommerzialisierung der Bildung zu einer landesweiten Demonstration aufgerufen.
Rund 300 Studenten waren dem Aufruf gefolgt und machten ihrem Unmut über Studiengebühren und die Entwicklungen im Bildungssektor lautstark Luft. Los ging es um 13 Uhr: Begleitet von einem Lastwagen mit lauter Musik und einem großen Polizeiaufgebot zogen die Studenten vom Hauptbahnhof zur Königsallee.
Auf ihrem Weg blockierten sie unter anderem die Kreuzungen Friedrich-Ebert-Straße / Oststraße und Steinstraße / Berliner Allee und machten immer wieder Halt für kleinere Kundgebungen: „Wir Studenten können zwar nicht über die Abschaffung von Studiengebühren entscheiden, aber wir müssen unbedingt weiter auf der Straße dafür kämpfen“, so Carlos Cota Castro vom Aktionsbündnis für freie Bildung.
„Bildung muss für alle frei zugänglich sein. Studiengebühren verhindern das an den Universitäten in Nordrhein-Westfalen“, meint der erste stellvertretende AStA-Vorsitzende Stefan Finger. Gerade die vom Bundesbildungsministerium in Auftrag gegebene Studie zeige, dass bundesweit 18.000 junge Menschen ihr Studium aufgrund der Gebühren nicht aufnähmen.
Und auch der 23-jährige Student Eike Schlingensief meint: „Glücklicherweise kann mich meine Familie finanziell unterstützen. Aber es gibt viele kluge Köpfe, die sich das einfach nicht leisten können.“
Gegen 16 Uhr löste sich die Demonstration dann langsam auf. Doch Carlos Cota Castro versichert: „Das war nur der Auftakt zu einer ganzen Reihe von geplanten Protesten.“
Weitere Fotos zu diesem Thema
Quelle: RP