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Wir haben Ihnen die Chronologie des Falls Franjo Pooth und Maxfield zusammengestellt...
November 2007 Die RP berichtet erstmals, dass Franjo Pooth und seine Firma Maxfield in finanziellen Problemen waren. Das Unternehmen bestätigt dies, erklärt aber, es habe Turbulenzen überwunden. Aus Sparkassen-Kreisen ist zu hören, dass es tatsächlich einen Kredit von 9,2 Millionen Euro gibt, um den man jetzt fürchtet.
18. Januar 2008: Insolvenzverfahren gegen Franjo Pooths Firma „Maxfield“.
19. Februar: Die Staatsanwaltschaft prüft den Vorwurf der Insolvenzverschleppung.
20. Februar: Vorwürfe der Bestechlichkeit gegen Sparkassenchef Humme, Vorstandsmitglied Stiegemann und einen dritten Sparkassen-Mitarbeiter werden bekannt. Es soll unter anderem um einen Flachbildschirm (Humme) und ein Feuerzeug (Stiegemann) gegangen sein.
20. Februar: Verona Pooth sagt ihren Auftritt bei "Johannes B. Kerner" ab.
21. Februar: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Kreditvergabe gegen Humme und Stiegemann. Der Vorwurf: Verdacht auf Untreue.
22. Februar: Der Hauptausschuss unter Vorsitz von OB Erwin suspendiert Humme.
26. Februar: Verona Pooth holt ihren Auftritt bei Kerner am 28. Februar nach, melden Agenturen.
27. Februar: Der Verwaltungsrat der Stadtsparkasse tagt. Ergebnis: Vorstands-Chef Humme bleibt beurlaubt, Vorstand Karl-Heinz Stiegemann wird fristlos entlassen.
28. Februar, morgens: Ermittler durchsuchen Franjo Pooths Geschäftsräume, Pooths Privatwohnung und Räume der Sparkasse.
28. Februar, abends: Verona Pooth holt ihren Auftritt in der ZDF-Talksendung "Johannes B. Kerner" nach und präsentiert sich als gute Ehefrau, die ihren Mann liebt und zu ihm steht.
3. März: Das Amtsgericht Düsseldorf eröffnet das Insolvenzverfahren gegen Franjo Pooths Firma "Maxfield". Am 6. Mai soll eine Gläubigerversammlung im Amtsgericht stattfinden.
19. März: Staatsanwaltschaft und Kripo durchsuchen erneut die Privaträume von Franjo und Verona Pooth in Büderich.
31. März: Der Hauptausschuss des Verwaltungsrats der Stadtsparkasse entlässt Heinz-Martin Humme fristlos.
1. April: Nachdem Wirtschaftsprüfer bei der Stadtsparkasse neues belastendes Material, darunter eine von Mitarbeitern über Spesen abgerechnete Bordellrechnung, fanden, reagiert die Staatsanwaltschaft mit großem Interesse.
2. April: Gegen die Ex-Vorstandsmitglieder der Stadtsparkasse, Heinz-Martin Humme und Karl-Heinz Stiegemann wird nun sparkassen-intern ermittelt, ob sie Handwerkerkosten an ihren privaten Wohnhäusern über das Kreditinstitut abgerechnet haben.
6. April: Medienberichte von einem angeblichen Bestechungsgeständnis von Franjo Pooth machen die Runde.
8. April: Die Staatsanwaltschaft hat die Schriftsätze von Pooths Anwälten erhalten, in denen sich Franjo Pooth zu den Bestechungsvorwürfen äußert.
8. April: RTL II feuert Verona ("Engel im Einsatz").
25. April: Der Verwaltungsrat der Stadtsparkasse tagt. Es besteht der Verdacht, dass mindestens ein führender Sparkassen-Mitarbeiter für ein Mitglied der Moskauer Stadtregierung Geld gewaschen hat.
26. April: Die Sparkasse Düsseldorf hat Medienberichten zufolge Klage gegen Verona Pooths Ehemann Franjo eingereicht. Er soll eine Million Euro zurückzahlen.
3. Mai: Die Commerzbank verklagt Franjo Pooth auf 1,8 Millionen Euro.
5. Mai: Die Landesbank Rheinland-Pfalz prüft rechtliche Schritte gegen den insolventen Unternehmer.
20. Mai: Franjo Pooth hat beim Finanzamt Düsseldorf Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung erstattet. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.
26. Mai: Franjo Pooth zeigt zwei ehemalige Mitarbeiter seiner Firma an. Sie sollen Firmenunterlagen gestohlen und an die Presse verkauft haben.
28. Mai: Franjo Pooth äußert sich erstmals zu den Vorwürfen zur Insolvenz seiner Firma "Maxfield".
4. Juni: Verona Pooth tritt in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" auf. Einzige Neuigkeit: Auch ihr schuldet Franjos Firma Maxfield noch Geld für einen Werbeauftritt. Doch selbstverständlich werde sie den anderen Gläubigern den Vortritt lassen, sagte sie im Gespräch mit Moderator Lanz.
14. Juni: Neuer Wirbel um Franjo Pooth: Laut einem Medienbericht gibt es neue Vorwürfe gegenüber dem Geschäftsführer der insolventen Elektronik-Firma Maxfield.
17. Juni: Fuhr Franjo mit Geldkoffern nach Liechtenstein? "Dem anonymen Schreiben zufolge soll Franjo Pooth die Koffer zunächst nach Luxemburg gebracht und sie dann gegen andere ausgetauscht haben. Anschließend soll er weiter nach Liechtenstein gereist sein", erklärt Staatsanwalt Johannes Mocken im Gespräch mit unserer Redaktion.
19. Juni: Pooth weist Vorwürfe zurück: "Ich war nie in Liechtenstein."
18. Juli: Nun gerät auch Verona Pooth ins Visier der Ermittler. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung" ermittelt die Steuerfahndung Düsseldorf in der Affäre um die Millionen-Pleite ihres Ehemannes Franjo gegen sie. Verona Pooth stehe unter dem Verdacht der Beihilfe zur Steuerhinterziehung, hieß es unter Berufung auf Justizkreise. Veronas Management will am Mittag eine Erklärung dazu abgeben.
23. Juli: Verona Pooth wehrt sich gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit der Firmenpleite ihres Ehemanns Franjo. Der Werbestar wendet sich gegen Berichte, sie habe eigene Ausgaben über das Konto von Franjos Firma Maxfield abgerechnet. Außerdem sei es nicht wahr, dass die Staatsanwaltschaft nun auch gegen sie ermittle.
1. August: Wegen falscher Verdächtigung hat ein Münchener Rechtsanwalt Strafanzeige gegen Franjo Pooth erstattet, die seit gestern der Staatsanwaltschaft vorliegt. Dort wird gegen den 38-jährigen Unternehmer bereits seit Monaten wegen Insolvenzverschleppung bei der Millionenpleite seiner Firma „Maxfield“ und Bestechung ermittelt.
9. September: Im Streit zwischen Ex-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Stiegemann und der Stadtsparkasse zeichnet sich womöglich eine teilweise Einigung ab. Im Zusammenhang mit der Affäre um die Franjo-Pooth-Firma „Maxfield“ war Stiegemann als stellvertretender Vorstandsvorsitzender im Frühjahr 2008 fristlos entlassen worden.
17. September: In einem Interview hatte Pooth schwere Vorwürfe gegen seinen Personenschützer erhoben. Pooth sagt, er habe vertrauliche Unterlagen gestohlen und veröffentlicht. Christina Schuster vom Landgericht Düsseldorf bestätigte, dass heute über diese Vorwürfe verhandelt wird. Zudem hatte Pooth behauptet, der Bodyguard sei mit einem ehemaligen PR-Manager der Pooths in das Haus der Familie eingebrochen.
23. September: Vor dem Landgericht hat der erste Prozess gegen Franjo Pooth begonnen. Die Commerzbank fordert nach der Pleite von Pooths Firma Maxfield 1,8 Millionen Euro aus einem Kredit zurück, für den der Unternehmer gebürgt hatte. Er erschien nicht selbst zum Prozess.
1. Oktober: Im Streit mit einem Leibwächter wegen rufschädigender Äußerungen muss der Unternehmer Franjo Pooth eine Niederlage einstecken. Falls er seine Bemerkungen wiederholen sollte, droht ihm eine Ordnungsstrafe von bis zu 250.000 Euro, so das Urteil des Düsseldorfer Landgerichts.
28. Oktober: Nach der Maxfield-Pleite muss Franjo Pooth der Commerzbank 1,77 Millionen Euro zahlen. Das entschied das Düsseldorfer Landgericht am Dienstag. Der 39-Jährige hatte bei der Bank für sein Unternehmen einen Kredit in dieser Höhe aufgenommen und dafür mit seinem Privatvermögen gebürgt.
2. März 2009: Das Amtsgericht Düsseldorf hat am Montag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf einen Strafbefehl gegen Franjo Pooth erlassen.
Durch den Strafbefehl ist wegen fahrlässiger Insolvenzverschleppung, Untreue, Bestechung im geschäftlichen Verkehr sowie Vorteilsgewährung eine Freiheitsstrafe von einem Jahr mit Strafaussetzung zur Bewährung festgesetzt worden. Zudem wurde eine Geldstrafe von 100.000 Euro verhängt.
24. März 2009: Steuerfahnder durchsuchen Verona Pooths Haus und ihre Geschäfträume im Düsseldorfer Hafen. Auch in den Büros von Pooths langjährigem Manager Alain Midzic schauten sich die Ermittler um. Verona selbst wies den Vorwurf der Steuerhinterziehung zurück: "Ich zahle seit 20 Jahren brav meine Steuern", sagte die 40-Jährige. Sie werde alle Vorwürfe in den nächsten Tagen entkräften.
6. Juli 2009: Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat Anklage gegen den ehemaligen Sparkassenvorstand Karl-Heinz Stiegemann erhoben. In der Anklageschrift gehe es um Untreue und Vorteilsnahme. Unterdessen sind die Ermittlungen gegen den ehemaligen Sparkassen-Chef Heinz-Martin Humme wegen des Verdachts der Untreue eingestellt worden.