Düsseldorf (RPO) Die Vorläuferin liegt flach. Der Arzt hat Birgit Stenger Bettruhe verordnet, damit sich ihre Grippe möglichst bald verflüchtigt. Karneval fällt für die Diplom-Sportökonomin aus. Schließlich muss sie spätestens kommenden Samstag wieder fit sein. Dann will sie beim ersten „Scheißwetterlauf”, den sie selbst initiiert hat, starten.
Erste Übungen für den Scheißwetterlauf 2009. Foto: Thomas Busskamp
Es soll eine sechs Kilometer lange Demonstration gegen den inneren Schweinehund werden. „Gelaufen wird bei jedem Wetter, egal, ob die Sonne scheint oder es windet, regnet, schneit”, sagt Stenger, die selbst regelmäßig Sportkurse anbietet. Gerade während der kalten Wintermonate lasse die Motivation von Hobby-Sportlern merklich nach. Und sie will gegensteuern.
„Ziel unserer Aktion ist es, dass sich Lauffreunde finden”, sagt Stenger. Denn Laufpartner sind die besten Motivationskünstler. Es geht um die Verpflichtung: „Wenn ich weiß, dass jemand in der Kälte steht und wartet, überwinde ich mich auch.”
Ausreden sind nicht erlaubt die Strecke ist mit sechs Kilometern bewusst nicht allzu lang, der Start ist kostenfrei. Außerdem gibt es für die Teilnehmer an den Verpflegungsständen reichlich Kohlenhydrate, auch wenn Marathon-Erprobte auf die obligatorische Bananenhälfte verzichten müssen. Bäcker Josef Hinkel versorgt die Läufer stattdessen mit Gebäck und Brezeln. „Hinterher gibt‘s Füchschen Alt”, sagt Stenger.
Bei Peter König in der Brauerei an der Ratinger Straße ist auch das Basislager. Dort können die Läufer sich umziehen und vorbereiten. Alle Genehmigungen sind eingeholt, los geht‘s um 15\x0fUhr. Gejoggt wird zur Rheinuferpromenade über die Oberkasseler Brücke, den Kaiser-Wilhelm-Ring entlang, über die Rheinkniebrücke und die Wallstraße zur Mittelstraße.
Dort ist der Boxenstopp in der Bäckerei eingeplant. Einen weiteren Halt gibt es an der Flingerstraße, wo ein Fläschchen Killepitsch vom Et Kabüffke auf den Zielsprint vorbereitet. Der Lauf endet gegen 16.30 Uhr im Füchschen.