Düsseldorf (RP) Bei der DTM-Präsentation im April auf der Kö hieß es, das sei hier die letzte Veranstaltung dieser Art. Das jedoch stimmt jetzt nicht mehr: Der Dachverband der Deutsche Tourenwagen-Masters legt bald Vorschläge für ein neues Konzept und einen neuen Standort innerhalb der Stadt vor.
Wahrscheinlich wird es in Düsseldorf auch künftig eine DTM-Präsentation geben – allerdings nicht mehr auf der Kö, wo man vier Mal an den Start ging. Das Spektakel der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) mit kreischenden Reifen und röhrenden Motoren hatte zuletzt im April nach Aussagen der Düsseldorfer Sportagentur rund 210 000 Besucher angelockt.
Schon innerhalb der nächsten zwei Wochen wird es Verhandlungen zwischen Fachleuten der ITR (Internationale Tourenwagen-Rennen) und Vertretern der Stadt Düsseldorf geben, sagte gestern ITR-Sprecher Güray Okutan. Von Seiten der Stadt wurde das bestätigt. Die ITR ist der Dachverband, der die DTM international vermarktet und organisiert. Der Verband sitzt in Wiesbaden.
Für die Stadt Düsseldorf wird die Chefin der Sportagentur, Christina Begale, die Verhandlungen führen. Sie hatte bereits im Frühjahr signalisiert, dass man doch noch über einen Verbleib dieses Spektakels in Düsseldorf reden werde.
Oberbürgermeister Dirk Elbers sagte gestern, er wisse um den großen Zuspruch, den diese Veranstaltung in den letzten Jahre erlebt habe. Er sei "sehr offen für neue Anregungen". Was Elbers damit meint: Obwohl Hunderttausende diese PS-Show auf der Kö sahen, war die Kritik ebenso groß. Nicht nur Umweltschützer monierten die Verschmutzung der Luft durch Abgaswolken und stinkenden Abrieb der durchdrehenden Reifen, sondern auch ein erheblicher Teil der Kö-Anlieger war nicht begeistert.
Daher verfolgt man nun eine neue Strategie: In den Gesprächen zwischen ITR und Stadt will man ausloten, an welchen anderen passenden Standorten der Stadt Düsseldorf man die Präsentation realisieren könnte. Im Gespräch ist beispielsweise der Bereich Theodorstraße in Rath mit dem Vorgelände des ISS-Dome. Aber auch andere Bereiche kämen in Frage. Die Straßen im Bereich des Messegeländes waren ebenfalls schon einmal erwähnt worden.
Elbers wartet das Ergebnis dieser Gespräche ab, wie er gestern sagte, und will die Vorschläge prüfen. Die Präsentation in Düsseldorf zu lassen, sie aber mit abgewandeltem Konzept und am anderen Ort zu veranstalten sei genau sein Ansatz, diese Meinung hätte er immer vertreten.
Die Veranstalter des Renn-Events sind jedenfalls sehr daran interessiert, in Düsseldorf zu bleiben. Das haben sie stets bekräftigt. Einen solchen Zulauf an Zuschauern hätte man selten, die Stadt sei sehr attraktiv, hieß es zuletzt. Alternative Standorte wie München seien für eine solche Veranstaltung wie in Düsseldorf nicht im Gespräch.
Quelle: RP