Uralter Streit: Warum die Kölner Düsseldorf nicht mögen
zuletzt aktualisiert: 05.08.2008Düsseldorf (RP) Die Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf hat viele Facetten. DEG Metrostars gegen Haie, Alt gegen Kölsch, Helau gegen Alaaf. Vieles ist nicht so ernst gemeint. Dennoch – seit dem Mittelalter bis heute gab es immer wieder Streit zwischen den beiden damals sehr ungleichen Städten, die der Rhein verbindet und gleichzeitig auch trennt, weil sie auf verschiedenen Ufern liegen.
Heute konkurrieren die Städte bei Messen, Flughäfen, Ansiedlung von neuen Unternehmen und auch als Kulturmetropolen. Düsseldorf ist dabei oft erfolgreicher.
Jahrelanger Streit vor Gericht
Das war einmal anders. Über die historischen Wurzeln der Rivalität zwischen den beiden nur 40 Kilometer voneinander entfernten Metropolen informierte Andrea Bartsch bei einem Vortrag und einer Führung mit 30 Personen durch das Schifffahrtmuseum im Schlossturm. Ausgangspunkt, so Bartsch, war, dass im 11. und 12. Jahrhundert die damals schon bedeutende Handelsstadt Köln, Sitz des Erzbischofs, anders als das noch verschlafene Dorf an der Düssel die Zollrechte, Umschlag- und Stapelrechte hatte.
Das bedeutete: Waren wie Butter, Heringe oder Stoffballen aus Holland, die über den Rhein angeliefert wurden, mussten erst in Köln zwischengelagert werden, bevor sie in den Weiterverkauf gelangen konnten. Davon zeugen alte Stiche, die Hunderte von Schiffen im Kölner Hafen zeigen.
Der Handel und die damit verbundenen Arbeitsplätze machten die Domstädter wohlhabend. Dagegen mussten die Düsseldorfer neidvoll mit ansehen, wie die Ware erst einmal auf dem Rhein an ihnen vorbeizog, bevor sie sie auf den Kölner Märkten mit entsprechenden Aufschlägen kaufen durften. „Wenn Sie so wollen, haben also die Kölner den Streit angefangen“, sagt Andrea Bartsch. Später gab es zwar eine direkte Schiffsverbindung zwischen den beiden Nachbarstädten. Doch mit allerlei Schikanen hielten die Kölner ihre Nachbarn klein. Darüber kam es zu jahrelangen Auseinandersetzungen beim höchsten Reichsgericht, die schließlich die Kölner für sich entschieden.
Das Blatt wendete sich, als die Kölner wegen des leicht verdienten Geldes aus dem Handel den Beginn der Industrialisierung Anfang des 19. Jahrhunderts verpassten. Nun war es an ihnen, sich zu ärgern. Denn in der Region zwischen Düsseldorf, Elberfeld und Solingen qualmten längst die Schlote, bevor sich auch bei ihnen später eine Industrie entwickelte. Hinzu kam der Neid auf den „Emporkömmling“ Düsseldorf, als die Stadt im 19. Jahrhundert von den protestantischen Preußen zur Hauptstadt der Rheinprovinz gemacht wurde und eben nicht das viel größere und bedeutendere Köln. Diese Schmach wiederholte sich noch einmal, als die Engländer nach dem Zweiten Weltkrieg Düsseldorf zur Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen erklärten.
Susanne Fimpeler, Leiterin des Schifffahrtmuseums im Schlossturm, ist überrascht über die Resonanz zum Thema: „Der historische Ursprung der Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf.“ Jetzt will sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Andrea Bartsch eine eigene Ausstellung dazu vorbereiten.
Ich glaube, die Meisten haben falsche Vorstellungen von der Schlacht von Worringen. Tatsächlich kämpften u.a. Kölner Bürger gegen den Kölner Erzbischof, auf der Seite der späteren Gründer Düsseldorfs....
Natürlich ist der Kölner Dom prinzipiell und eigentlich immer eine Baustelle. Das war schon im Mittelalter und in der frühen Neuzeit so: Der gotische Dom hatte einen gar prächtigen Chor, Ansätze...
Ihr Bericht ist so nicht ganz korrekt, der Düsseldorfer ist ein Weltoffener und toleranter Mensch. Die ganze Problematik liegt bei dem Kölner, die neidisch auf Düsseldorf sind. Was hat diese...
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