Düsseldorf (RPO) Düsseldorf (dto). „Eine flüchtige Angelegenheit“ sei der Pavillon der Bildhauerei, meint sein Erfinder Markus Lüpertz, und gleichzeitig der einzige Beitrag, der einzig und allein für die Quadriennale geschaffen wurde. Nach den Zeichnungen des Rektors der Kunstakademie wurde der Holzbau im Ehrenhof nach dem Vorbild eines griechischen Tempels errichtet. Vom 29. Juli bis zum 29. Oktober beherbergt der lichte türenlose Bau bildhauerische Werke der Akademie-Professoren.
Was danach mit dem hölzernen Pavillon geschieht, ist noch unklar. Für einen guten Preis solle er in gute Hände, empfahl Oberbürgermeister Joachim Erwin zur Eröffnung des Pavillons. „Bis dahin soll er die Akademie strahlen lassen“, so Erwin. Zwar gilt die Kunstakademie gemeinhin als Schule der Malerei. Spätestens seit dem Zweiten Weltkrieg gehen von Düsseldorf jedoch genauso starke Impulse von der Bildhauerei aus, und zwar auch von Künstlern, die sich vor allem der Malerei widmen. Davon zeugen die Arbeiten von Jörg Immendorff, Markus Lüpertz, Rosemarie Trockel oder Siegfried Anzinger, um nur einige Künstler zu nennen.
Hell und sachlich sei der Pavillon, meint sein Erfinder Lüpertz, „die Skulpturen können hier wirken“. Die Position des 25 Meter langen und 14 Meter breiten Baus ist mit Bedacht gewählt. So geht der Blick vom Eingang auf die Säule am Rhein, links und rechts befinden sich die Mosaiken „Tag“ und „Nacht“ des Niederländers Jan Thorn-Prikker an den Wänden des museum kunst palasts. „In solchen nach allen Seiten hin offenen Zwischenräumen hat alle Kunst ihren Anfangsgrund“, so Erwin in seiner Rede. Und dort ist nun Raum für die Selbstdarstellung der Akademie, jenseits von tradierten Disziplinen.
Öffnungszeiten:
29. Juli - 29. Oktober 2006 di., mi., fr. - so. 11.00 bis 18.00 Uhr do. 11.00 bis 20.00 Uhr; Eintritt: 2 Euro, erm. 1,50 Euro
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