Erkrath (RP) Der Schaden für Stadt und Bürger dürfte deutlich höher sein als die Beute, welche die unbekannten Einbrecher im Hochdahler Bürgerhaus machten. Hinzu kommen die jetzt folgenden Einnahmeverluste, da der Saal nicht vermietet werden kann. Das Stellarium trifft dieser Keulenschlag ausgerechnet in der Zeit, in der hier begleitend zur Sonderausstellung des Neanderthal Museums über die Himmelsscheibe von Nebra Sonderveranstaltungen stattfinden sollten. Den Gebäude- und Sachschaden, da war sich Beigeordneter Klaus-Dieter Holst am Tag nach dem Brand ziemlich sicher, werde die Versicherung tragen. Nicht tragen wird sie Einnahmeverluste und schon gar nicht kann sie das Fehlen der Versammlungsstätte für die Hochdahler ersetzen. Hier ist die Stadt gefordert, die Sanierung möglichst zügig voranzutreiben. Noch etwas anderes drängt sich auf: Es ist unverständlich, dass der Kindertreff nicht mit einem eigenen Rauchmelder versehen war, und der Alarm erst ausgelöst wurde, als der Rauch bereits durch andere Gebäudeteile zog. Hier sollte eine bessere Absicherung stattfinden. Denn Einbrecher und mutwillige Zerstörer wird es auch künftig geben. Der AWO-Treff wurde schon in der Vergangenheit immer wieder heimgesucht. Vielleicht denkt die Stadt ja auch einmal über eine Alarmanlage gegen Einbrecher nach. Denn wenn keine Veranstaltungen stattfinden, lädt das isoliert liegende Gebäude für finstere Gesellen nahezu ein. FIS
Erkrath (fis) Die Spuren im Hochdahler Bürgerhaus deuten eindeutig auf vorsätzliche Brandlegung. Daran besteht für die Brandsachverständigen der Mettmanner Kriminalpolizei, die Kriminalhauptkommissare Norbert Fangmann und Frank Pick, kein Zweifel. Da sie auch Einbruchsspuren in den Kindertreff fanden, halten sie es für möglich, dass der oder die Täter mit dem Feuer Spuren verwischen wollten.
Über einen Einbruch in der Nacht zum Sonntag berichtete auch der Vorsitzende des TSV, Fritz Hoppe. Die Kripo geht davon aus, dass sich die Einbrecher dank vorhandener Fluchttüren im gesamten Gebäude frei bewegen konnten.
Durch Rauchgas entstanden am gesamten Gebäude schwere Schäden. Die Sachverständigen gehen von „mehreren 100 000 Euro“ aus. Schulverwaltungsamtsleiter Ulrich Schwab-Bachmann mochte dagegen gestern keine Zahlen nennen.
Sachdienliche Hinweise zur Ermittlung der Täter: Tel. 02104/982-3710 oder -0
Quelle: RP