Markus Thuresson traf trotz Aduktorenzerrung beim wichtigen 4:1-Erfolg der DEG über Ingolstadt: Der Beißer schoss die DEG zum Sieg
zuletzt aktualisiert: 11.01.2004 - 11:10DÜSSELDORF (RP). Die DEG Metro Stars haben in der Deutschen Eishockey Liga wieder einen Play-off-Platz erreicht. Durch einen verdienten 4:1 (0:0, 1:0, 3:1)-Erfolg am Freitag Abend zogen die Düsseldorfer an ihrem direkten Konkurrenten ERC Ingolstadt vorbei und schafften zudem endgültig wieder den Anschluss an die darüber platzierten Vereine.
Grund zum Ärger hatte allein Torhüter Andrej Trefilov: Der Russe war seinem ersten Spiel ohne Gegentor ganz nahe, musste dann aber doch noch den Treffer von Cameron Mann zulassen. Mit einem Erfolg morgen in Hannover könnten sich die Metro Stars weiter vorn festsetzen. Ein Spiel genau an der Nahtstelle zwischen jenen Plätzen, die am Ende die Qualifikation für die Play-offs bedeuten und jenen, die gleichbedeutend mit dem Vorrunden-Aus sind - da konnte man wirklich keine Eishockey-Feinkost erwarten.
So war es denn vor allem auch Kampf bis zum Umfallen, den die DEG und die Ingolstädter dem Publikum an der Brehmstraße boten. Ein Kampf mit zumeist bemerkenswert fairen Mitteln freilich, was sich gemessen an der Bedeutung des Spiel an der geringen Zahl von Strafminuten ablesen ließ. Die einzige schlimmere Szene der Partie hatte nichts mit einem Foul zu tun: In der 24. Minute traf Mike Pellegrimms mit einem Schlagschuss seinen Mannschaftskameraden Clayton Young am Helm.
Der Deutsch-Kanadier musste vom Eis gefahren werden und wurde noch in der Kabine von Mannschaftsarzt Dr. Alois Teuber hinter dem Ohr genäht. Da er obendrein recht benommen war, musste er für den Rest des Drittels draußen bleiben. Kurz darauf fiel der erste Treffer der Partie, ausgerechnet durch Markus Thuresson, der auf Grund seiner Adduktorenzerrung im Grunde gar nicht hätte spielen dürfen.
Der Schwede aber biss auf die Zähne und dankte Trainer Mike Komma für die Nominierung mit einem sehenswerten Solo zum 1:0. Im ersten Abschnitt hatte sich nur eine zwingende Szene ergeben, als Matthias Hart nach einem Alleingang am Tor vorbei zog. Ansonsten blieb das Spiel auf beiden Seiten zerfahren, wobei die Düsseldorfer stets die klarere Spielanlage zeigten. Dass es in den letzten 20 Minuten doch noch etwas ruppiger wurde, lag zum einen an einigen merkwürdigen Entscheidungen des Peitinger Schiedsrichters Axel Sander, zum anderen am Frust der Ingolstädter.
Das 2:0 der DEG - übrigens ihr 100. Saisontreffer - durch Trond Magnussen und erst recht das 3:0 Martin Ulrichs nahmen den Gästen jede Hoffnung auf einen Punktgewinn.
DEG: Trefilov - Pellegrims, Tory; Ulrich, Sulzer; Unterluggauer, Pöttinger - Young, Mikesch, Kreutzer; Magnussen, Vikingstad, Brittig; Molin, Thuresson, Brännström; Kühnhauser, F. Jung, Hart; Jörg.
Schiedsrichter: Sander (Peiting).
Zuschauer: 6545.
Tore: 1:0 (24:30) Thuresson (Pellegrims), 2:0 (45:55) Magnussen (Vikingstad), 3:0 (51:07) Ulrich (Magnussen, Vikingstad - 4:4), 3:1 (56:23) Mann (Goodall), 4:1 (.56:58) Magnussen.
Strafminuten: Düsseldorf 10, Ingolstadt 14.
Von BERND JOLITZ
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







