"Wetten, dass...?": Ab in den Senftopf, Herr Gottschalk
VON BARBARA LAMBERTY - zuletzt aktualisiert: 05.10.2008 - 09:17Düsseldorf (RPO). Mmh, lecker! Thomas Gottschalk musste am Samstagabend bei seiner "Wetten, dass...?"-Sendung in einem riesengroßen Topf mit Senf baden. Gottschalk konnte trotzdem noch lachen. Kein Wunder, schließlich hatte er drei wunderschöne Frauen in seiner Sendung zu Gast.
Am Ende der Sendung hieß es: "Ab in den Senftopf, Herr Gottschalk". Der Moderator hatte die Saalwette verloren und musste deshalb in einem Senftopf abtauchen. Pech für Gottschalk, lustig für die Zuschauer.
Zwei eitle Hähne und drei schöne Frauen auf dem Sofa
Sylvie van der Vaart, die Ehefrau des niederländischen Fußballprofis Rafael van der Vaart, rauschte in einem goldenen Kleid - tiefer Ausschnitt inklusive - die Studiotreppe herunter. Thomas Gottschalk verschlug es bei ihrem Anblick kurz die Sprache. Später verlor er sogar seine Moderationskarte und vergaß den Text. Ob das an Sylvie lag? Wer weiß. Jedenfalls schlawenzelte er in typischer Gottschalk-Manier um das Model herum.
Frau Nummer zwei auf dem Sofa, Carla Bruni, kam, begeisterte und war dann auch schon wieder weg. Insgesamt neun Minuten verweilte die französische First Lady bei "Wetten, dass...?".
Sie hauchte mit sanfter Stimme ihren Song „L'Amoureuse" ins Mikrofon und verzauberte die Zuschauer. Bruni wirkte ungezwungen, natürlich und sympathisch. Neben der glitzernden, braungebrannten Sylvie sah sie in ihrem züchtigen Nadelstreifen-Outfit schon fast blass aus.
Angesichts dieses hohen Besuchs wahrte sogar Thomas Gottschalk höflich Distanz - keine Küsschen-Küsschen-Szene und keine schmalzigen Komplimente. Stattdessen ein züchtiges Händeschütteln und der Satz: "Wir haben uns schon mal gesehen, da habe ich Carla noch geduzt. Nun werde er die Gattin des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy aus Respekt siezen". Brav, Herr Gottschalk.
Eingekeilt zwischen zwei eitlen Hähnen - Gottschalk und Mode-Guru Karl Lagerfeld - plauderte Carla Bruni über ihr Leben als Präsidenten-Gattin. "Ich vermisse nichts in meinem neuen Leben. Nur, ich darf nicht mehr so frech sein, aber das will ich auch gar nicht", sagte sie.
Bevor sie wieder zu ihrem Flieger eilte, hauchte Carla Bruni mit französischem Akzent noch ein "Guten Abend Deutschland“ in die Kamera. "Wir können Herrn Sarkozy gratulieren", schwärmte sogar der sonst so egozentrische Herr Lagerfeld.
Frau Nummer drei auf dem Sofa war Salma Hayek. Ein echter Bayer würde wahrscheinlich sagen: "Mensch, die hat ordentlich Holz vor der Hütt'n". Und damit hätte er verdammt recht. Die Schauspielerin verlor eine Wette und musste ihr kurzes schwarzes Kleid gegen ein Dirndl und zwei geflochtene Zöpfe tauschen. Dabei stellte sich heraus: Die Frau hat die optimale Dirndl-Figur.
Autobahnen am Straßenbelag erkennen
Das Highlight unter den Wetten war der Stunt eines BMX-Fahrers, der ein Einfamilienhaus mit seinem Rad überspringen wollte. Bei dieser Wette musste jedoch Ersatzkandidat Sven Lehmann aus Berlin für seinen verunglückten Kollegen einspringen. Der eigentliche Kandidat, der 22-jährige James Foster aus Amerika, hatte sich bei den Proben verletzt und liegt mit gebrochenem Bein im Krankenhaus.
Wettkönig wurde ein Hesse, der alle deutschen Autobahnen anhand des Straßenbelags unterscheiden kann, wenn er einen 20 Sekunden langen Filmausschnitt sieht.
Das Fazit des Abends: Spannende Wetten, schöne Frauen und am Ende: Thomas Gottschalk in Senf.
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