TV-Dreiteiler "Die Rebellin": Alexandra Neldel kämpft sich durch
zuletzt aktualisiert: 03.01.2009 - 10:26Mainz (RPO). Vom Soap-Sternchen zur Charakterdarstellerin: Alexandra Neldel spielt die Hauptrolle im ZDF-Mehrteiler "Die Rebellin", der am Montag startet. Damit stellt sie sich in die Reihe deutscher Fernsehstars wie Mario Adorf und Iris Berben, die bisher zu den Hauptdarstellern der opulenten Mehrteiler gehören, die das ZDF zum Jahresauftakt herausbringt.
Ihre TV-Karriere begann Alexandra Neldel als Katja Wettstein in der RTL-Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" ("GZSZ"). Nach einigen Gastauftritten in verschiedenen Serien spielte sie in "Berlin, Berlin" in der dritten und vierten Staffel die Vero Gol-Sawatzki.
Ihren großen Durchbruch hatte sie 2005 als "Lisa" Plenske in der Sat-1-Telenovela "Verliebt in Berlin". Darin bewies sie als unscheinbare Bürokauffrau Mut zur Hässlichkeit. Mit Perrücke, Zahnspange und Riesen-Brille himmelte sie heimlich ihren Chef David an und heiratet ihn zum Schluss. Die Vorlage zu der Serie war die kolumbianische Telenovela "Yo soy Betty, la fea" ("Ich bin Betty, die Hässliche").
Bayrischer Fernsehpreis für "Unschuldig"
Danach jagte sie mit Hilfe von Prophezeiungen und Sternzeichen den Täter im Thriller-Vierteiler "Zodiac - der Horoskop-Mörder". Den Bayerischen Fernsehpreis bekam sie dann 2008 als Hauptdarstellerin der Krimi-Serie "Unschuldig". Als "Rechtsanwältin Dr. Anna Winter" rollt sie die Fälle unschuldig Verurteilter wieder auf. Nebenbei spielte sie aber auch kleinere Rollen in deutschen Filmproduktionen wie til Schweigers Barfuss.
Mit "Die Rebellin" gibt die 32-Jährige nun ein Gastspiel bei den Öffentlich-Rechtlichen. Im Mittelpunkt des ZDF-Epos steht die 20-jährige Lena Berkow, die im April 1945 mit ihrer Mutter Hilde (Saskia Vester) und ihrer jüngeren Schwester Betty (Anna Fischer) aus dem zerstörten Berlin flieht. Während ihr Vater (Dominique Horwitz), ein TV-Techniker, bei einem Bombenangriff ums Leben kommt, findet die Familie Unterschlupf auf einem fränkischen Bauernhof.
Neldel als wiederspenstige Rebellin
Als ihre Mutter erkrankt, nimmt Lena in der nächsten Stadt eine Stelle beim Radiofabrikanten Wilhelm Sattler (Friedrich von Thun) an. Dort lernt sie seinen forschen Sohn Hans (David Rott) kennen, der - gerade aus den USA zurückgekehrt - seinen Vater zur Produktion von TV-Geräten bewegen will. Lena und Hans verlieben sich, doch er weiß nicht, dass sie nach Konstruktionsplänen sucht, die der Fabrikant ihrem Vater während des Krieges abgekauft hat, ohne jedoch dafür zu bezahlen.
Alexandra Neldel gibt Lena als unbeirrbare Widerspenstige, die viele gesellschaftliche Konventionen missachtet, ein Kind notfalls allein aufzieht und sogar in die Männerdomäne der Rundfunktechnik eindringt. Damit passt diese starke Frau überhaupt nicht ins bundesdeutsche konservative Weltbild der 50er Jahre.
Schon seit Jahren begleitet das ZDF den Jahresauftakt gerne mit opulenten Mehrteilern wie "Der große Bellheim", "Der Schattenmann" oder "Die Patriarchin". An diese Tradition der Event-Mehrteiler knüpft der Mainzer Sender 2009 mit dem Dreiteiler "Die Rebellin" an, der am 5., 7. und 11. Januar jeweils um 20.15 Uhr zu sehen ist.
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