Strafanzeige gegen Ehemann: Angeblich auch Schauspielerin Hoger in Schleichwerbungsfall verwickelt
zuletzt aktualisiert: 20.07.2005 - 09:32Köln (rpo). Der Schleichwerbungsskandal bei der ARD zieht weitere Kreise. Laut einem Pressebericht rückt jetzt auch die Schauspielerin Nina Hoger ins Blickfeld der Prüfer.
Nach Angaben des "Kölner Stadt-Anzeigers" gründeten Hoger und ihr Mann Frank Döhmann - ehemaliger Geschäftsführer der Produktionsgesellschaft Colonia Media - bereits 1993 gemeinsam die Firma 7 Tage Filmproduktion GmbH, die heute im Mittelpunkt der Schleichwerbungsvorwürfe gegen Dörmann steht.
Als Colonia-Media-Geschäftsführer soll Döhmann für mehrere "Tatorte" aus Köln und Münster Produktplatzierungen veranlasst und über die Firma 7 Tage abgerechnet haben. Der WDR hat bereits Strafanzeige gegen Döhmann wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue gestellt.
Die operative Verantwortung trug Döhmann dem Bericht zufolge nur auf Seiten der Bavaria-Tochter Colonia Media. Bei der Firma 7 Tage habe er zwar bis Dezember 2004 einen Anteil von 80 Prozent gehalten, alleinige Geschäftsführerin sei jedoch seine Frau, Nina Hoger-Döhmann gewesen. Ihr hätten die restlichen 20 Prozent gehört.
Laut WDR-Revision hat 7 Tage seit 2002 mehrfach an unerlaubter Produktplatzierung verdient. 7 Tage habe der Colonia Media die Vermittlung von Industriefilmprojekten in Rechnung gestellt. Dabei habe Döhmann die Zahlungen angewiesen.
Insgesamt habe die WDR-Revision einen Differenzbetrag von "gut 109.000 Euro" zugunsten der Firma 7 Tage ermittelt. Nina Hoger gab laut Zeitung die Geschäftsführung von 7 Tage Filmproduktion im Dezember 2004 auf und verkaufte ihre Firmenanteile für 5.112,91 Euro an ihren Mann.
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