Engelke muss den ersten massiven Quoteneinbruch verkraften: "Anke Late Night": Carrell lästert, Quoten brechen weg
zuletzt aktualisiert: 25.05.2004 - 14:20Hamburg (rpo). Rudi Carrell war schon vor dem Start von "Anke Late Night" nicht von dem Bevorstehenden begeistert. Jetzt sieht er sich bestätigt. Anke Engelke solle ihre Show besser wieder an den Nagel hängen, verriet er der "Bild"-Zeitung. Unterdessen muss Engelke den ersten massiven Quoteneinbruch verkraften.
"Sie soll aufhören. Es war von Anfang an falsch, es zu machen", zitiert die Zeitung den Komiker. Engelke (38) stehe da wie ein "Streichholz in der Olympia-Halle, Riesendekoration, kleine Frau", lästerte Carrell (69). Die Moderatorin sei nur dann Weltklasse, "sobald ein Sketch kommt".
Carrell hatte vor Start der Engelke-Sendung in der ARD-Talkshow "Beckmann" gesagt, Engelke sei eine Super-Sketch-Schauspielerin, aber mit einer täglichen Late-Night-Show überfordert.
Der Comedian hatte 10.000 Euro darauf gewettet, dass die Sendung ein Flop wird. Sat-1-Geschäftsführer Roger Schawinski hatte 20.000 Euro dagegen gesetzt.
Quoteneinbruch für Anke Engelke
Nach dem Start ihrer Late Night Show vor einer Woche muss Comedy-Star Anke Engelke einen ersten regelrechten Quoteneinbruch einstecken. Statt der bisher im Schnitt 1,4 Millionen Zuschauer verfolgten am Montagabend nur 970 000 die Sendung. Sat.1-Sprecherin Kristina Faßler begründete den Knick mit dem Erfolg des Konkurrenten RTL und seiner Promi-Ausgabe von "Wer wird Millionär?"
Nach dem Ende des RTL-Promi-Specials inklusive eines Sonder-Magazins gegen 0.00 Uhr sei die Zahl der Zuschauer bei Engelke auch wieder auf 1,3 Millionen gestiegen, sagte Faßler. In den Tagen nach ihrem fulminanten Start am Montag vergangener Woche hatte sich die Zahl der Zuschauer Faßler zufolge auf 1,4 Millionen eingependelt.
Sat.1-Geschäftsführer Roger Schawinski stellte sich demonstrativ hinter die Harald-Schmidt-Nachfolgerin. Am Anfang sei die Quote "stratosphärisch" gewesen, jetzt sei sie "sehr in Ordnung", sagte er. In der ersten Woche seien die Erwartungen zudem so hoch gewesen, "dass man sie eigentlich nicht erfüllen konnte". Engelke habe die Erwartungen allerdings übertroffen, "sie hat es grandios gemacht", schwärmte Schawinski.
Dennoch kündigte der Schweizer Änderungen bei "Anke Late Night" an. Vieles würde "noch ganz anders" werden, es gebe "hundert Elemente", die überprüft und "fein getunt" würden, sagte Schawinski.
Engelkes Outfit für die Sendung sei "spießig"
Anders als Carell, der für RTL die Komik-Sendung "Sieben Tage - Sieben Köpfe" produziert, zog RTL-Informationsdirektor Hans Mahr vor Engelke den Hut. Mahr hatte Schawinski zufolge vor dem Start der Sendung getippt, dass Engelke bei ihrem Debüt 18 Prozent Marktanteil holen, 20 aber nicht schaffen werde. Ihr Debüt verfolgten schließlich im Schnitt 2,46 Millionen und damit 22,5 Prozent aller Zuschauer ab 3 Jahre. Jetzt habe Mahr ihm ein Fax geschickt, sagte Schawinski, in dem er ihm zum Erfolg der Sendung gratulierte.
Auf unterschiedliches Echo stieß das Auftreten von Anke Engelke bei Mode- und Stylingexperten. Ihr Outfit für die Sendung sei "spießig" und es fehle an "Klasse", kritisierte der Creative Director des Modelabels Aigner, Johann Stockhammer, Styling-Expertin Tanja Valérien nannte den Auftritt der Moderatorin "bieder und ohne jeden Pep". Lob gab es dagegen von Designer Adrian Runhof. "Ein Look wie aus 'Sex and the City', glamourös und trendy."
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