Im März 2005 ist Schluss: ARD will "Berlin, Berlin" einstellen
zuletzt aktualisiert: 02.11.2004 - 11:21Hamburg (rpo). Die ARD-Vorabendserie "Berlin, Berlin" wird eingestellt. Grund dafür sei die innere Entwicklung der Geschichte um die kesse Lolle, die sich zwischen Berlin und Stuttgart als künftigem Lebensmittelpunkt sowie zwischen Beruf und Liebe entscheiden muss, teilte eine ARD-Sprecherin mit. Mit dem Einkauf von Entertainer Harald Schmidt für die ARD habe das Ende der erfolgreichen Serie aber nichts zu tun.
Zudem wollten sich mehrere Schauspieler, darunter Hauptdarstellerin Felicitas Woll (24), neuen beruflichen Aufgaben widmen, hieß es aus dem Umkreis der Sendung.
Woll lägen bereits mehrere Angebote vor. Die Sendung um Landei Lolle in Berlin ist mit zahlreichen TV-Preisen ausgezeichnet worden und wurde zuletzt für den renommierten US-Fernsehpreis Emmy nominiert, der am 22. November in New York vergeben wird.
Die 24-jährige Woll will sich laut "Bild"-Zeitung nach dem Ende der Serie erst einmal erholen und bei der Familie ausspannen. Ihre weiteren Pläne ließ sie offen, betonte aber, "wer zu einem Angebot aus Hollywood 'Nein' sagt, der lügt doch".
Das eigentliche Ende der im Frühjahr 2002 gestarteten Reihe werde für sie "sehr tränenreich". Sie habe die Figur der Lolle "sehr geliebt".
Nach dem Ausscheiden von Woll plant die ARD als Fortschreibung von "Berlin, Berlin" ein "Anschlussprojekt". Dem ausführenden Produzenten für Vorabendserien beim NDR, Bernhard Gleim, zufolge wird dabei an eine Serie gedacht, die nun Menschen Mitte 20 in den Mittelpunkt stellt, die anders als Lolle ihren Platz im Leben gefunden haben. Dabei soll es sich um eine "Romantic Comedy" handeln.
Ob und wer von den bisherigen Schauspielern weiter dabei bleiben wird, sei noch nicht entschieden, sagte Gleim. Hauptautor David Safier werde jedoch wieder für die Folgen verantwortlich zeichnen, ebenso werde auch das Regieteam wieder mit dabei sein.
Bis Mitte Dezember werden die letzten der 20 Folgen umfassenden vierten Staffel gedreht, die dann ab Frühjahr 2005 über den Bildschirm flimmern soll. Im Schnitt erreichte die Sendung durchschnittlich drei Millionen Zuschauer.
Vor allem junge Frauen schalten die Geschichten aus Berlin ein. Bei den weiblichen Zuschauern zwischen 14 und 29 Jahren liegt der Marktanteil bei 27,5 Prozent.
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