Nach Programmreform 2006: ARD will Politmagazine nicht antasten
zuletzt aktualisiert: 10.05.2005 - 16:52Leipzig (rpo). Die ARD wird auch nach der Programmreform 2006 ihrer bisherigen Linie treu bleiben und ihre jetzigen Politikmagazine weiter ausstrahlen. "Die Anzahl der Magazine wird nicht reduziert", sagte ARD-Programmdirektor Günter Struve am Dienstag beim "Medientreffpunkt Mitteldeutschland". Über die künftige Länge der Sendungen werde allerdings noch diskutiert.
Ab 2006 sollen die "Tagesthemen" bereits um 22.15 Uhr beginnen und so mehrere hunderttausend Zuschauer zusätzlich erreichen, sagte Struve. Dies führe aber auch zu Veränderungen im Abendprogramm. In den vergangenen Monaten war darüber diskutiert worden, ob dann die Magazine - "Monitor", "Panorama", "Kontraste", "Report" und "Fakt" - um ein Viertelstunde gekürzt werden müssten. Das ZDF werde auf das geänderte ARD-Angebot mit Neuerungen beim "heute-journal" reagieren, sagte Programmdirektor Thomas Bellut.
In einer Diskussionsrunde über Qualität im deutschen Fernsehen bezweifelte Struve, dass das ZDF mehr Informationssendungen ausstrahle als die ARD. Entsprechende Statistiken seien "Taschenspielertricks". Der neue Leiter des Adolf-Grimme-Instituts, Uwe Kammann, forderte Struve auf, die Dokumentationssendung "Das rote Quadrat" wieder ins Programm zu nehmen. Die öffentlich-rechtlichen Sender sollten experimentierfreudiger werden und für mehr Überraschungen im Abendprogramm sorgen.
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