Fernsehpremiere: ARD zeigt Kinoerfolg "Der Untergang"
zuletzt aktualisiert: 18.10.2005 - 14:08Köln (rpo). Das Historiendrama "Der Untergang" kommt ins Fernsehen. Die letzten Tage Hitlers im Führerbunker werden am Mittwoch und Donnerstag gezeigt. Der Streifen von Produzent Bernd Eichinger war im September letzten Jahres mit großem Erfolg in den deutschen Kinos angelaufen.
Die ARD zeigt den Kinofilm in einer zweiteiligen Fernsehfassung jeweils um 20.15 Uhr. "Der Untergang" beruht auf dem gleichnamigen Buch von Joachim Fest und auf den Erinnerungen "Bis zur letzten Stunde" von Hitlers Sekretärin Traudl Junge. Das Budget des starbesetzten Dramas betrug rund 13,5 Millionen Euro.
Neben Bruno Ganz als Adolf Hitler sind unter anderen Alexandra Maria Lara (Traudl Junge), Corinna Harfouch (Magda Goebbels), Ulrich Matthes (Joseph Goebbels), Ulrich Noethen (Heinrich Himmler), Juliane Köhler (Eva Braun) und Heino Ferch (Albert Speer) zu sehen.
Der Film erhielt beim Bayerischen Filmpreis drei Auszeichnungen. Zudem war er für einen Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film nominiert, ging aber bei der Verleihung in diesem Jahr leer aus. "Der Untergang" wurde auch in diverse andere Länder verkauft, unter anderem in die USA und die Niederland, nach Frankreich, Polen, Großbritannien, Russland und Japan.
Die TV-Fassung ist mit insgesamt drei Stunden etwas länger als der Kinofilm. Im Fernsehen könne man erzählerisch weiter ausholen und Handlungsstränge ausführlicher erzählen, betonte Produzent Eichinger. "Die Aufteilung des Films in zweimal 90 Minuten erlaubt uns, mehr Facetten hineinzubringen, auch einmal reizvolle Nebenwege zu gehen, während ich im Kino den Kern der Handlung niemals lange aus den Augen verlieren darf", fügte er hinzu.
Zum Beispiel seien Szenen mit Hitlers Privatsekretärin Traudl Junge oder Hitlers Geliebter Eva Baun gedreht worden, die zunächst der Schere zum Opfer gefallen seien. Diese könne er nun wieder in den Film integrieren, sagte Eichinger. Regisseur Hirschbiegel unterstrich, obwohl rund 75 Prozent des Films so blieben wie bisher, entstehe bei der TV-Version ein komplett anderes Erzählklima.
Eichinger betonte, der Film wolle es den Zuschauern ermöglichen, Hitler und das System seiner Herrschaft in seiner Komplexität ein Stück weit zu begreifen. "Wir zeigen Hitler zwar als Mensch, aber nicht als 'menschlich' im Sinne von 'weniger böse' - diese Formel stimmt so nicht."
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