Prosieben-Show: Arme schöne Sommermädchen
VON CAROLA SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 17.07.2009 - 10:53Düsseldorf (RPO). Welcher Mann schaut nicht gerne im Urlaub am Strand hübschen Mädels im Bikini nach? Eben. Und an dezenten Blicken ist auch nichts auszusetzen. Prosieben macht daraus aber gleich eine ganze Show. Die ist so dezent wie ein rosa Elefant. 16 Mädels in High-Heels und Bikinis machen bei der peinlichen Fleischbeschau mit.
Der Sender sucht das "Sommermädchen 2009" . Und damit das ganze zumindest den Anstrich einer Casting-Show bekommt, winkt als Gewinn ein Fotoshooting für ein Männermagazin. Die Teilnehmerinnen kommen aus 16 Bundesländern und bieten in Sachen Aussehen für jeden Geschmack etwas.
Im sonnigen Spanien laufen sie knapp bekleidet umher, während die Moderatoren Charlotte Engelhardt und Steven Gätjen die Wettbewerbe erklären. Wer bläst eine Luftmatratze am schnellsten auf? Wer ist die Heißeste am Grill? Wer macht die beste Figur auf der Wasserrutsche? Und wer singt die schrägsten Partylieder? Da diese Herausforderungen schnell erklärt sind, plaudern Engelhardt und Gätjen noch ein bisschen um den heißen Brei. Doch auch damit können sie nicht davon abblenken, dass es bei dieser Sendung nur um eines geht: Mädels in Bikinis zu sehen.
Bodycheck mit Poolwurf
Die Wettbewerbe steigern höchstens noch den Faktor des Fremdschämens: Da zeigen die Kandidaten in aller Öffentlichkeit ihre Defizite in Mathematik. Sie müssen eine Aufgabe lösen, in den Pool hüpfen und am Boden liegende Zahlen hochheben, die dann die Lösung zeigen. Es gab Teilnehmerinnen, die haben es geschafft, einfach nacheinander alle Zahlen aufzuzeigen – nach dem Motto: eine wird schon richtig sein. Sie haben auch mehrfach die gleiche Zahl hochgehalten. Dass sich die Mädchen lächerlich machen, ist offensichtlich volle Absicht.
Peinlich auch, wie Anastasia aus Berlin beim Turmspringen um ihre Silikonbrüste besorgt war. Sie hielt sich die Oberweite jedesmal ängstlich fest. Das wirklich Schlimme daran: Es war der rote Faden der gesamten Folge.
So weit, so schlecht. Die Krönung des ganzen ist jedoch der Bodycheck. Jede Woche wird ein Körperteil der Mädchen genauer begutachtet, informiert Prosieben. Zwei junge Männer dürfen ran und die Optik der Teilnehmerinnen bewerten. Wenn ihnen ein Gesicht nicht passt, wird das Mädchen mit einem Schubser in den Pool geworfen. Eine erniedrigende Prozedur.
Und das alles dafür, um einmal leicht bekleidet in einem Männermagazin gezeigt zu werden. Vielleicht sollte man die Mädels mal aufklären,dass andere Frauen dafür sogar Geld bekommen.
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