"Et kütt wie et kütt": Bibi und Rolli sind wieder da
zuletzt aktualisiert: 06.04.2006 - 12:55Köln (rpo). Sie gehen gemeinsam "durch dick und dünn". Und sie tun das vor unser aller Augen. Das etwas unkonventionelle Kölner Paar Bibi und Rolli sind wieder da. RTL zeigt die vierte Staffel der Doku-Soap und will an die bisherigen Erfolge anknüpfen.
Am Samstag (23.15 Uhr) gibt es bei RTL ein Wiedersehen mit dem Bibi Kossmann und Roland Fritzen. Alles begann 1998, als sich das stark übergewichtige Paar von einem Kamerateam bei den Vorbereitungen zu einer Magenband-Operation begleiten ließ. Vor dem nicht unumstrittenen Eingriff brachten beide rund 160 beziehungsweise 170 Kilogramm auf die Waage. Mit einem künstlich verkleinerten Magen begann für das Paar ein neues Leben - mit deutlich weniger Gewicht.
Als die Sendung Ende 2000 ausgestrahlt wurde, löste sie eine so starke Zuschauerresonanz aus, dass RTL dem Paar treu blieb. In der zweiten Staffel war die Kamera dann dabei, als Rolli nach der Magenband-Operation mit lebensgefährlichen Komplikationen zu kämpfen hatte. Zuletzt waren die TV-Zuschauer vor zwei Jahren Zeugen, unter welch turbulenten Umständen der Multimedia-Producer und die Nageldesignerin ihre Wohnung renovierten. "Danach begann im Fernsehen prompt die Welle der Umzugs- und Renovierungs-Soaps", wundert sich Roland Fritzen.
In den vier neuen Folgen stehen die Publikumslieblinge vor großen Herausforderungen: Bibi verliert ihren Arbeitsplatz und ein wichtiger Kunde des Freiberuflers Rolli wird insolvent. Als trotz eifrigem Jobben das Geld nicht reicht, setzt das Paar alles auf eine Karte: Es eröffnet ein Event-Lokal. Mit Enthusiasmus und Optimismus machen sich Bibi und Rolli ans Werk, doch die ersten Rückschläge lassen nicht lange auf sich warten.
"Wichtige Erfahrung für uns"
"Diese Zeit war nicht einfach, andererseits war es auch eine wichtige Erfahrung für uns", erinnert sich Bibi Kossmann. "So vielen Leuten bricht heutzutage die bürgerliche Existenz weg und auf einmal merkt man: Das könnte Dir auch drohen", ergänzt Roland Fritzen. Immerhin, man habe sich nicht unterkriegen lassen: "Dazu sind wir viel zu sehr Kölner: Bei uns sagt man 'Et kütt wie et kütt' (Es kommt, wie es kommt) und dann geht es weiter", betont Bibi. "Vielleicht kann man so auch manchen Zuschauern etwas Mut machen."
In den vergangenen acht Jahren hat das Paar genug hinter die Kulissen des Fernsehgeschäfts geschaut, um sich über die Branche keine Illusionen zu machen: "Wir haben viele Sternchen kommen und gehen sehen", betont Kossmann. Bereut haben sie den Schritt vor die Kamera nicht: "Wir müssen nichts spielen, sondern sind ganz wir selbst. Sonst würde die Sendung auch nicht funktionieren", sagen beide: "Wenn uns die Leute auf der Straße sagen: 'Mensch, ihr seid genauso wie im Fernsehen', dann wissen wir, dass wir noch nicht abgehoben sind."
Die Popularität brachte ihnen Gastauftritte in TV-Shows und Daily Soaps ein, doch das ist nicht alles, findet Fritzen: "Es ist wichtig, dass man geerdet ist, seinen Freundeskreis hat und sich nicht nur über die Mattscheibe definiert."
"Sollte die Quote nicht stimmen, dann war es das halt. Ich werde immer dankbar auf die Zeit zurückblicken, aber mein Leben wird weitergehen", fügt Bibi hinzu. Seit dem Ende der Dreharbeiten ist wieder einiges passiert bei dem Paar. Bibi arbeitet inzwischen erfolgreich als "Nagel-Tussi". Was es damit auf sich hat, wird vielleicht erst in einer nächsten Staffel gezeigt.
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