Einzug am Donnerstag: "Big Brother": Millionärswitwe Gsell zieht in den Container
zuletzt aktualisiert: 08.03.2004 - 16:16Hamburg (rpo). Auch die fünfte Staffel von "Big Brother" bekommt prominenten Besuch. Die Witwe und Millionärswitwe Tatjana Gsell wird diesmal Gast der Fernseh-WG.
Am Donnerstag zieht mit Tatjana Gsell nun die erste Prominente in das neue "Big Brother"-Haus ein – bereits nach der ersten Sendewoche und für ganze fünf Tage. Verona Feldbusch und ihr Dixie-Klo erreichten bei einer Vorgängerstaffel sieben Millionen Zuschauer – eine absolute Topquote für die Reality-Show "Big Brother".
RTL 2 quartierte die sexy Werbeikone im Mai 2000 just in dem Moment in seinem TV-Container ein, als das Publikum des im März gestarteten Formats erste Ermüdungserscheinung zeigte. Guido Westerwelle, Nadja Abd El Farrag und Gotthilf Fischer erreichten zwar nicht das gleiche öffentliche Interesse wie Dieter Bohlens Ex. Doch auch ihre Besuche brachten der mitunter dahin dümpelnden Show in den Folgestaffeln immer wieder Quotenhochs.
Die Millionenerbin Gsell passe einfach gut in den reichen Bereich der neuen Staffel, sagt Maren Mossig vom für die Pressearbeit zuständigen Medienkontor Mahkorn. Dass der erste Promi-Einzug in der fünften Auflage der Mutter aller deutschen Reality-Formate früher und für sehr viel länger als in den bisherigen Ausgaben stattfinde, habe aber keine bestimmten Gründe. Der Sender habe Gesell einfach angefragt, diese habe gleich zugesagt, und "je länger einer bleibt, desto besser", betont die Sprecherin.
Erster prominenter Quotenretter
Der Blick auf die Quote lässt Gründe aber zumindest erahnen: Während "Big Brother V" am vergangenen Dienstag mit 3,12 Millionen Zuschauern insgesamt (Marktanteil 10,7 Prozent) und 2,38 Millionen in der werberelevanten Gruppe der 14- bis 49-Jährigen (Marktanteil 18,7 Prozent) startete, schalteten den Tageszusammenschnitt am Sonntag nur noch 2,21 Millionen (6,9 Prozent) beziehungsweise 1,59 Millionen (12,3 Prozent) ein. Zeit also für den ersten prominenten Quotenretter der laufenden Staffel.
Der Sender habe mit den Promi-Besuchen "gute Erfahrungen" gemacht, sagt Susanne Raidt von RTL 2. Mehrere Millionen Zuschauer waren dabei, als Starfriseur Udo Walz den Container-Bewohnern die Mähnen stutze, FDP-Politiker Guido Westerwelle eine Diskussion über Rechtsradikalismus anregte, Nadja Abd El Farrag mit den "Big Brother"-Kandidaten töpferte und Chormeister Gotthilf Fischer mit ihnen die Stimme erhob. Der Besuch Feldbuschs, nach dessen Ende deren Dixie-Klo vom Bertelsmann-Auktionshaus Andsold für 24.000 Euro versteigert wurde, steigerte die Durchschnittsquote um fast ein Drittel.
"Nicht nur Luxusweib, sondern total locker drauf"
Nun will Gsell "den Leuten mal zeigen", dass sie in Wirklichkeit "nicht nur Luxusweib, sondern total locker drauf" ist, wie die 32-Jährige die "Bild"-Leser wissen ließ. Und bei RTL 2 dürfte man hoffe, dass die Millionärswitwe nicht nur kochen, sondern auch Quoten steigern kann. Vorsichtshalber hat der Sender aber schon seinen zweiten Promi-Stich gezogen. Noch in diesem Monat soll Prinz Frederic von Anhalt für mehrere Nächte einziehen. Und für den weiteren Verlauf der ein ganzes Jahr dauernden "Big Brother"-Staffel kündigt Mossig noch "viele weitere Überraschungen" an.
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