333. Mal "alfredissimo!": Biolek und Harald Schmidt zaubern am Herd
zuletzt aktualisiert: 15.10.2003 - 09:45Köln (rpo). Alfred Biolek hatte schon 333 Mal Besuch in seiner Studio-Küche, die seinem heimischen Kochbereich übrigens genau nachempfunden wurde. In der Jubiläumssendung verrät Harald Schmidt ein Rezept, mit dem er nach eigenen Angaben in nur drei Wochen neun Kilogramm abgenommen hat.
Bei der 333. Ausgabe von "alfredissimo!" werkeln und spaßen die beiden Kölner TV-Moderatoren Seite an Seite am Herd. Schmidt präsentiert in der Kochsendung, die an diesem Freitag (17.10., 16.30 Uhr) in der ARD zu sehen ist, eine kalorienarme Kartoffel-Suppe, Biolek ein Balsamico-Honig-Kaninchen.
"Man lernt Promis in meiner Sendung ganz gut kennen, denn in der Küche ist man immer sehr privat", sagt Biolek kurz nach Aufzeichnung der 333. Sendung in den Kölner WDR-Studios.
Meistgesehene Kochsendung im deutschen Fernsehen
Prominente haben sich seit der Premiere von "alfredissimo!" im Januar 1995 die Klinke in die Hand gegeben. Bei der meistgesehenen Kochsendung im deutschen Fernsehen haben als Bioleks Gäste etwa James Last, Joachim Fuchsberger, Peter Maffay, Lieselotte Pulver oder die Klitschko-Brüder den Kochlöffel geschwungen.
"Das besondere an "alfredissimo!" ist, das es eben nicht immer ganz perfekt abläuft und ich eben auch kein Profi bin", meint der 69-Jährige, dessen Kochbuch "Meine Rezepte" (1995) ein Millionen-Seller wurde. Für "alfredissimo!" war Bios heimische Küche original im Studio nachgebaut worden.
"Uns verbindet sehr viel"
Der Profi-Entertainer Harald Schmidt ist der bisher einzige Gast, der zum zweiten Mal an Bios Seite hacken, rühren und kosten durfte. "Uns verbindet sehr viel", begründet Biolek. An Schmidts Kochkünsten scheint das aber weniger zu liegen. Denn Bios Kommentar zu Schmidts Suppe fällt ernüchternd aus: "Schmeckt gesund ... bissel dünn".
Eigentlich liebt es Schmidt nicht nur bei den Späßen deftig, sondern auch auf seinem Teller: "Ich esse am liebsten Leberkäse mit Kartoffelsalat und Weizenbier", bekennt der 46-Jährige. Privat kocht er "mehr so am Wochenende", am liebsten Nudeln oder Suppe auf Vorrat.
In der Jubiläumssendung schwört er aber auf Leinöl, Hüttenkäse und seine gesunde Fastenspeise: "Also, ich könnte mich jetzt schon wieder reinlegen in die Suppe". Neun Kilogramm habe er zudem nach einer dreiwöchigen Entschlackung mit der Kartoffelsuppe abgespeckt, prahlt der Moderator der Erfolgssendung "Harald Schmidt Show".
"Du kannst doch nicht nur von Quoten leben"
Da gibt sich Bio besorgt: "Du kannst doch nicht nur von Quoten leben." Nach dem Kosten der Suppe befindet er: "Jetzt essen wir noch was Richtiges". Dann tischt er sein Kaninchen mit Oliven, Pinienkernen und Rosinen auf. "Es ist ein Traum", muss da Schmidt ganz neidlos vor laufender Kamera anerkennen.
Seinen beliebten TV-Dauerbrenner "Boulevard Bio" hatte der Talkmaster zwar nach 12 Jahren und viel Lob für seine feinfühlige und humorvolle Gesprächsführung im Sommer 2003 eingestellt. An "alfredissimo!" will er aber festhalten. Wenn das Publikum weiter einschalte, könne es auch eine 444. Sendung geben.
Seit dem Sart der Kochsendung seien die Aufzeichnungen nie geschnitten worden, obwohl es durchaus aufregende Situationen im Studio gegeben habe, erinnert sich Biolek. "Beim Flambieren hatten wir einmal eine meterhohe Stichflamme am Herd, dann haben Topflappen gebrannt und Maria Schell hatte ausgerechnet zu BSE-Zeiten ein fast rohes Steak auf ihrem Teller."
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